Bücherlästern (zum 3.)

Bei einer Leserunde lesen die Mitglieder zur gleichen Zeit das selbe Buch und tauschen sich online darüber aus.
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Buecherleserle
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Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 12:11

Herzlich Willkommen im externen Bücherlästerthread!

Nun sind wir zum dritten und hoffentlich letzten Mal umgezogen, aber: Unkraut vergeht nicht! ;)

Noch eine kleine Warnung: Der Titel wird vermutlich halten, was er verspricht, das heißt, wir werden vermutlich hier über so manches Buch herziehen, weshalb sensible Gemüter vielleicht lieber nicht hier mitlesen sollten.

Möge das Lästern beginnen! *gg*
Verzweiflung hat geschrieben:*Antrag zur Geschäftsordnung, Punkt 3.1, Unterpunkt 3.1.4a:Bylle*
falls doch noch mal iwann iwer es über sich bringen sollte "mit" Bylle zu lesen, sollten wir lieber einen End- als einen Anfangszeitpunkt vereinbaren... dann könnte derjenige noch 3 Bücher dazwischen schieben, während ich schon mal "voranpresche"... oder? :oops:
Übernommene Lästerliste
* Deaver, Jeffery: Letzter Tanz. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 2 (K, BL, JP)
========================================================
* Austen, Jane: Stolz und Vorurteil (B, P) Mansfield Park (BL, B,-P), Überredung (-B,-P), Emma (B, P)
* Boccaccio, Giovanni: Das Decameron (LB, P, BL)
* Brontë, Charlotte: Jane Eyre (B, P)
* Capote, Truman: Die Grasharfe (-B, -P)
* Capote, Truman: Kaltblütig (BL, JP)
* Cornwell, Patricia: Die Dämonen ruhen nicht. Kay-Scarpetta-Reihe, Bd. 12 (-BL, JP)
* Cornwell, Patricia: Staub. Kay-Scarpetta-Reihe, Bd. 13 (-BL, JP)
* Cornwell, Patricia: Defekt. Kay-Scarpetta-Reihe, Bd. 14 (-BL, JP)
* Cornwell, Patricia: Totenbuch. Kay-Scarpetta-Reihe, Bd. 15 (-BL, JP)
* Cornwell, Patricia: Scarpetta. Kay Scarpetta Reihe, Bd 16 (-BL, JP)
* Cornwell, Patricia: Scarpetta Factor. Kay-Scarpetta-Reihe, Bd. 17 (-BL, JP)
* Deaver, Jeffery: Der Insektensammler. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 3 (K, BL, JP)
* Deaver, Jeffery: Das Gesicht des Drachen. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 4 (K, BL, JP)
* Eco, Umberto: Das Foucaultsche Pendel (B, BL, LB)
* Eddings, David: Belgariad-Saga (K, BL, LB)
* Franz, Andreas: Jung, blond, tot (CG, K, B, P)
* Gordon, Noah: Die Erben des Medicus (K, BL)
* Hahn, Ulla: Das verborgene Wort (B, DL)
* James, P.D.: Wo Licht und Schatten ist (BL, JP)
* Kästner, Erich: Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke (P, B)
* Koontz, Dean: Irrsinn (JP, - BL)
* Lagerlöf, Selma: Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen (JP, BL)
* Le Faye, Deirdre: Jane Austen und ihre Zeit (P, -B)
* Mann, Thomas: Der Zauberberg (B, BL)
* Walters, Minette: Wellenbrecher (CG, K, LB, N)



SUB-Listen-Liste
Amlie
Hadschi
Leserle


Lästerhistorie
* Austen, Jane: Northanger Abbey (B, BL) => April 2011
* Austen, Jane: Stolz und Vorurteil (B, P, BL, JP) => Mai/Juni 2013
* Austen, Jane: Verstand und Gefühl / Sinn und Sinnlichkeit (H, B) => Juli 2011
* Baldacci, David: Die Versuchung (JP, BL) => Mai 2011
* Blunt, Giles: Gefrorene Seelen, Bd. 1 (JP, BL) => Dezember 2010
* Blunt, Giles: Blutiges Eis, Bd. 2 (JP, BL) => Dezember 2010
* Blunt, Giles: Kalter Mond, Bd. 3 (JP, BL) => Januar 2011
* Blunt, Giles: Eisiges Herz, Bd. 4 (JP, BL) => Januar 2011
* Brontë, Emily: Sturmhöhe (NF, BL, H) => November/Dezember 2010
* Clark, Mary Higgins: Mein ist die Stunde der Nacht (JP, BL, P, NF) => August 2011
* Cornwell, Patricia: Ein Fall für Kay Scarpetta. Kay-Scarpetta-Reihe, Bd. 1 (BL, JP) => Oktober 2012
* Deaver, Jeffery: Der Knochenjäger / Die Assistentin, Bd. 1 (K, BL, JP) => Januar 2013
* Deaver, Jeffery: Letzter Tanz. Lincoln-Rhymes-Reihe, Bd. 2 (K, BL, JP) => ab Februar 2013
* Deaver, Jeffery: Der Insektensammler. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 3 (K, BL, JP) => März 2013
* Deaver, Jeffery: Das Gesicht des Drachen. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 4 (K, BL, JP) => Ende März 2013
* Deaver, Jeffery: Der faule Henker. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 5 (K, BL, JP) => April 2013
* Deaver, Jeffery: Das Teufelsspiel. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 6 (K, BL) => Mai 2013
* Deaver, Jeffery: Der gehetzte Uhrmacher. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 7 (K, BL, JP) => Mitte Juli 2013
* Deaver, Jeffery: Der Täuscher. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 8 (K; BL) => Ende September 2013
* Deaver, Jeffery: Opferlämmer. Lincoln-Rhyme-Reihe, Bd. 9 (K; BL) => Ende Januar 2013
* Eco, Umberto: Der Name der Rose (B, H, BL) => ab Dezember 2010
* Eddings, David: Die schimmernde Stadt. Tamuli-Sage, Bd. 1 (K, BL) => März 2011
* Eddings, David: Das leuchtende Volk. Tamuli-Sage, Bd. 2 (K, BL) => April 2011
* Eddings. David: Das verborgene Land. Tamuli-Sage, Bd. 3 (K, BL) => April 2011
* Ende, Michael: Die Unendliche Geschichte (K, IW, BL, HH, SE, AM) => Mitte Juni 2013
* Fielding, Joy: Das Verhängnis (BL, JP) => Oktober 2012
* Gerritsen, Tess: Gute Nacht, Peggy Sue (CG, BL, K) => Oktober 2010
* Gerritsen, Tess: Roter Engel (JP, BL) => Februar 2011
* Grisham, John: Das Urteil (JP, BL) => Juli 2012
* Hauff, Wilhelm: Mitteilungen aus den Memoiren des Satan (H, BL) => April 2011
* Highsmith, Patricia: Der talentierte Mr. Ripley (BL, JP, P, H) => September 2011
* Jackson, Lisa: Der Skorpion. Montana-Reihe, Bd. 1 (BL, JP) => August 2012
* Jackson, Lisa: Der Zorn des Skorpions. Montana-Reihe, Bd. 2 (JP, BL) => September 2012
* James, P. D.: Wo Licht und Schatten ist (JP, BL) => Anfang März 2014
* Kästner, Erich: Der 35. Mai (B, HL, BL) => Februar 2011
* Katzenbach, John: Das Rätsel (BL, JP) => Juni 2011
* King, Stephen: Love (JP, BL, P) => ab Oktober 2012
* King, Stephen: Das Spiel (JP, BL) => Juni 2014
* Koontz, Dean: Irrsinn (JP, BL) => Anfang April 2013
* Koontz, Dean: Phantom - Unheil über der Stadt (BL, JP) => April 2011
* Koontz, Dean R.: Tür ins Dunkel (JP, P) => Mai 2012
* Lawrence, D. H.: Lady Chatterley (IW, BL) => Oktober 2010
* Lennox, Judith: Alle meine Schwestern (JP, P, DL) => März 2012
* Lennox, Judith: Das Haus in den Wolken (P, JP) => September 2011
* McDermid, Val: Echo einer Winternacht (CG, BL, LB, JP, K) => November/Dezember 2010
* McGrew, Chandler: Eiskalt (JP, BL) => August 2012
* Morton, Kate: Der verborgene Garten (JP, P) => Oktober 2011
* Parrish, P. J.: Das Gebeinhaus (K, BL) => August 2011
* Picoult, Jodi: Die einzige Wahrheit (JP, BL) => April 2013
* Roth, Philip: Der menschliche Makel (NF, BL) => November 2010
* Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Feuerkelch, Bd. 4 (AM, BL) => Anfang Dezember 2013
* Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Orden des Phönix', Bd. 5 (AM, HH, BL) => Ende Dezember
* Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Halbblutprinz, Bd. 6 (AM, BL) => Mitte Januar
* Schwarz, Christina: Novemberkind (-K, JP, B ) => Januar 2012
* Slaughter, Karin: Zerstört (BL, CG, JP) => Juni 2011
* Swann, Leonie: Garou (-K, B, BL (als Hörbuch), KI) => ab August 2012
* Walters, Minette: Der Außenseiter (K, BL) => Februar 2011
* Walters, Minette: Dunkle Kammern (K, BL) => Mai 2011
* Walters, Minette: Schlangenlinien (K, BL, JP) => Juli 2011
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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 12:27

Lawrence, D. H.: Lady Chatterley (IW, BL) Oktober 2010
Wölfchen hat geschrieben:So, ich hab in aller Ruhe mein letztes Buch beendet und grade das erste Kapitel von Lady Chatterley gelesen.
Die Schrift ist EXTREM klein und der Schreibstil sehr dicht-also werde ich nicht schnell lesen können *brennendeAugenreib*

Leider sind mir schon die erste Fehler aufgefallen.
Lady Chatterley ist 23 und Clifford 29 Jahre, als die beiden heiraten-als sie sich kennengelernt haben war sie 18 und er 22 :?:
Und ihre Schwester Hilda ist ebenfalls, genau wie Connie, 18, als sie das erste Mal ZEITGLEICH mit Männern schlafen, obwohl Hilda 2 Jahre älter als Connie ist.
Das Wort "lächerlich" wird so oft verwendet auf einer Seite (wenn auch gewollt), daß es echt schon nervt.

Trotzdem gefällt mir die Komplexität des Schreibstils!
Leserle hat geschrieben:Wölfchen: Ich bin inzwischen bei Kapitel 9.
Das mit dem Altersunterschied zwischen Connie und Clifford ist mir auch aufgefallen... ;o)

Witzig finde ich so manche Kommentare am Rande. Zum Beispiel diskutieren die Männer wieder hochintellektuell und Connie denkt sich, daß bei diesen Diskussionen nie was bei raus kommt! Das habe ich mir auch schon oft gedacht, egal, ob in meiner Näche "diskutiert" (d.h. eigentlich Selbstdarstellung betrieben) wurde oder ich es in Büchern las (z.B. Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Grey).

Ansonsten finde ich es rigendwie langweilig und sehne mich schon wieder nach etwas *hüstel* kurzweiligerem. ;o)
Wölfchen hat geschrieben:
Pappkarton hat geschrieben:Schade, ich dachte wir lesen mal Lady Chatterley zusammen.
In Ordnung...das ist vermutlich der einzige Ansporn, der mich dazu bringt, dieses saudämliche Buch zu lesen...dich leiden zu sehen! :twisted:
Papparton hat geschrieben:Wolf, sei froh, dass ich die Chatterley nicht habe.
Leserle hat geschrieben:Soll ich sie Dir schenken? *großzügig und völlig uneigennützig anbiete*
:lol:
Zuletzt geändert von Buecherleserle am 15. Feb 2013, 13:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 12:38

Gerritsen, Tess: Gute Nacht, Peggy Sue (CG, BL, K) Oktober 2010

Kat hat geschrieben:Ich bin heute morgen schon bis Seite 105 gekommen, liest sich recht schnell *gg*
Bis jetzt habe ich nichts zu meckern und bin gespannt wie es weiter geht.
Görchen hat geschrieben:Ich habe es immerhin schon bis ca. S. 30 geschafft. Aber ich stimme dir zu, Kat, es liest sich ziemlich gut. Allerdings gefällt mir jetzt vermutlich auch alles, nach dem enttäuschenden Buch :lol:
Leserle hat geschrieben:*lach* Ich bin auch bis Seite 105 gekommen. :wink:

Gleich am Anfang war aber wieder mal ein persönlicher Brecher drin: Die Novak liest Klatsch über Royals??? *Eimer suchen gehe*
Und warum sind so gut wie alle Protagonisten bei Gerritsen geschieden? Gibt es in ihrem Universum keine glücklichen Beziehungen? Muß es immer auf ein Machtspielchen zwischen Männchen und Weibchen rauslaufen? Sehr beschrenktes Weltbild, meiner Meinung nach...

Ansonsten kann ich nur zustimmen, es liest sich sehr gut und ist sogar spannend.
Görchen hat geschrieben:So, biete Seite 192 ;)

Stimmt, Leserle. Als sich das gelesen habe dachte ich auch, dass kann ja heiter werden *gg* Ich muss sagen, mir gefällt das Buch richtig gut. Dass sich natürlich mal wieder eine Liebesgeschichte anbahnte war klar, aber selbst diese finde ich dieses Mal gut umgesetzt...
Kat hat geschrieben:Bin erst bis 136 gekommen, also noch nicht viel weiter.
Leserle hat geschrieben:Fertig! *gg*


Sooo... Jetzt kann ich wieder SF lesen! :lol:
Görchen hat geschrieben:Mir fehlen noch ca. 30 Seiten. Bin gerade nicht so begeistert, die letzten Seiten gab es doch wieder extrem viel Gefühlsduselei *seufz* Dass die auch nicht mal Klartext reden können in Büchern...
Leserle hat geschrieben:*mitseufze*

Hast Du nicht noch geschrieben, in diesem Fall ginge die Liebesgeschichte sogar? :twisted:
Das ist aber doch so spannend, wenn eine Frau, deren Stärke immer wieder betont werden muß, damit es auch wirklich jeder mal kapiert, und die (trotz oder vielleicht sogar wegen ihrer Stärke) genauso reagiert wie alle anderen Menschen, wenn ihnen etwas schlimmes passiert, sich in die starken Arme eines Mannes flüchtet, obwohl sie sich doch vorgenommen hat, das nicht mehr zu tun...
Ist die Gerritsen eigentlich je über die Pubertät hinausgekommen???
*Eimer suchen gehe*

Allerdings fällt mir immer öfter auf, daß die Leute (weder in Büchern noch in Filmen noch im RL) Klartext reden können! Das treibt mich noch zum Wahnsinn!

*grrrrrrr*
Görchen hat geschrieben:Das war bevor ich zu den letzten Seiten gekommen bin, der Anfang war mal richtig viel versprechend *find* Eigentlich ist die M. J. auch sympathisch, finde ich, aber dieses ganze Gelaber mit "ich passe hier nicht her; ich will mich auf ihn nicht einlassen" etc. nervt halt einfach. Entweder sie probieren es und es geht gut oder halt nicht, oder sie lassen es...ganz einfach :D
Leserle hat geschrieben:Sage ich doch: Pubertät!

Obwohl ich schon ganz ehrlich sagen muß, daß ich mir auch nicht vorstellen kann, in einem Haus mit Butler zu leben (nicht nur, weil ich mir das nie leisten könnte). Ich glaube, das würde mich wahnsinnig machen. Und auf diese Promi-Events hätte ich auch überhaupt keine Lust. Allerdings sollte man 1. sich so etwas überlegen, bevor man in die Kiste springt und 2. irgendwann man eine Entscheidung fällen.
Sieht dann eben doch wieder nach einer Frau aus, die im Grunde nicht selbst ihren Weg gehen, sondern lieber irgendwohin gezogen werden möchte. Auf diese Weise muß sie dann auch keine Verantwortung dafür übernehmen.

*Görchen auch den Eimer hinhalte*
Kat hat geschrieben:Ich bin auch färtisch... ein bischen viel liebeskitsch war da ja schon drin :roll:
Aber davon abgesehen war das Buch nicht sooo schlecht, aber die erste Hälfte war deutlich besser wie die zweite.
Den Butler fand ich irgendwie witzig, aber einen haben will ich auch nicht. Schrecklich, nie mal seine Ruhe zu haben, immer einer der einem alles hinterherträgt... *grusel*
Leserle hat geschrieben:Hi Kat!
*abklatsche*
Den Butler fand ich aber auch irgendwie sehr stereotyp... Besonders, als er dann den Reportern vom Chef ausrichten soll, daß sie sich zum Teufel scheren sollen, oder er den Bademantel unbedingt wegwerfen will... Irgendwie werden die Butler meistens so beschrieben...

Aber die Story war irgendwie... wie soll ich sagen... schon sehr an den "schwarzen wilden Haaren" herbeigezogen... Ein ziemlicher Aufwand...

Ich hoffe, schwer, "Roter Engel" ist besser. Ansonsten kann ich es mir wohl insgesamt verkneifen, noch ein weiteres Buch von Gerritsen in meinem Regal zu beheimaten... :?
Kat hat geschrieben:Stimmt, die Story war schon zu übertrieben zusammen gebastelt, dabei hat es so gut angefangen.
Leserle hat geschrieben:Hmmm... Naja... immerhin gut lesbar. Immerhin hatte ich das Buch in drei Tagen durch. Wobei ich gestehen muß, daß ich auch großes Verlangen nach meiner SF-Serie hatte... :lol:
Görchen hat geschrieben:Da sind wir uns ja mal wieder einig :twisted:
Leserle hat geschrieben:*lach* Wie so oft! :P

Aber immerhin haben wir gelästert und unserem Namen Ehre gemacht. :wink:

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 13:18

Roth, Philip: Der menschliche Makel (NF, BL) November 2010
Leserle hat geschrieben:Ich habe gestern abend, nachdem ich "Gretchen" doch früher als erwartet beendet habe, schon ein paar Seiten in "Der menschliche Makel" reingelesen. Ich muß sagen, daß es mir bisher echt gut gefällt. Der Stil mit den langen Sätzen und Absätzen ist zwar erst wieder gewöhnungsbedürftig, aber bisher habe ich jeden einzelnen Satz genossen! *freu*
Leserle hat geschrieben:
Ich fand den Vorwurf gegen Coleman Silk wegen Rassismus' völlig bescheuert. Da war ganz klar zu erkennen, daß sie sich nur reingebissen haben, um, wie es auch im Buch steht, ihm ein auszuwischen. Die Französisch-Professorin ist auch total geltungssüchtig und doof, daß sie sich der Treiberei derart angeschlossen hat bzw. noch angefeuert hat.
Daß Coleman mit 71 eine Affäre mit einer 34-jährigen Frau hat, finde ich völlig in Ordnung. Ist schließlich deren Angelegenheit.
Was mich im Buch dann gerade ab der Mitte ziemlich genervt hat, war, daß ich mir meist nicht sicher war, in welcher Zeit der jeweilige Abschnitt gehandelt hat. Gestört haben mich außerdem diese langatmigen Erzählungen der Nebendarsteller. Die haben mich kaum interessiert und hätten deutlich gekürzt sein sollen. Dabei kam nämlich die eigentlich interessante Geschichte von Coleman ziemlich unter die Räder. Ich hätte lieber mehr aus seinem Leben erfahren.
Nachtfalter hat geschrieben:In Bezug auf das, was ich gelesen habe habe, kann ich dir nur zustimmen!
Ist bei dir am Anfang des Buches auch die Anmerkung des Übersetzers?
Leserle hat geschrieben:Hmmm... Ich sehe hier keine Anmerkung des Übersetzers...
Du hast dann wohl nicht die Rowolt-Ausgabe, TB von 2004, 400 Seiten?
Auf welcher Seite bist Du inzwischen?
Nachtfalter hat geschrieben:hab ne HC Ausgabe von Hanser aus 2002. (aus der Bibo)
"Das kleine Wort, das Coleman beiläufig zu Beginn der Seminarsitzung ausspricht... lautet im Original spooks. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet spooks
1.Gespenst
2.(im amerikanischen Slang): Spion, bes. CIA-Agent
Bis in die 50er Jahre war es jedoch darüber hinaus eine abfällige Bezeichnung für einen Schwarzen (und... von Schwarzen gebraucht , auch eine abfällige bezeichnung für einen Weißen). Da es im Deutschen kein Wort gibt, das etwas Abwesendes, Unsichtbares bezeichnet und zugleich eine ... nicht intendierte Herabsetzung eines Schwarzen beinhaltet, habe ich spooks ... mit 'dunkle Gestalten, die das Seminarlicht scheuen' übersetzt."
der Übersetzer ist Dirk van Gunsteren

bin erst auf seite 40, aber heute habe ich Zeit zum lesen... *hüpf*
Leserle hat geschrieben:Vielen Dank, Bylle!
Dann scheint der Ausdruck im Englischen deutlich zweideutiger zu sein als im Deutschen.
Das Vorwort des Übersetzers hätten sie also auch in meiner Ausgabe beifügen sollen!

Ich bin inzwischen mit dem Buch fertig.
Ernestine finde ich sehr sympathisch. Besonders, was sie in Bezug auf dieses peinliche Anti-Rassismus-Ausgleich-Programm an Schulen gesagt hat: "Month of Black Autors". Finde ich auch total albern und weit an einer Emanzipierung von Farbigen und Weißen vorbei. (Ein Punkt, der mir persönlich auch bei der Emanzipation von Männern und Frauen auffällt. Dieses idiotische Anhängen von -in an sämtliche neutrale Bezeichnungen geht mir tierisch auf den Keks und ist ein guter Indikator dafür, daß es mit der Emanzipation nicht weit her ist.)
Was mir aufgefallen ist, war aber auch, daß es merkwürdiger Weise schlimmer zu sein scheint, ein Farbiger zu sein, als Syre oder Russe oder Spanier oder so. Paßt ja eigentlich nicht so ganz zusammen.
Allerdings kann ich auch Walter, den älteren Bruder verstehen. Coleman hat nicht eingesehen, warum er bei gleichen Leistungen und Können anders behandelt werden sollte und deswegen alle an der Nase herumgeführt, indem er sich als Weißer ausgegeben hat. Im Grunde hätte er hinterher hervorspringen können und sagen können: "Seht Ihr, Eure Vorurteile sind Bockmist! Man kann keinen Unterschied zwischen Farbigen und Weißen feststellen, denn offenbar habt Ihr gar nicht gemerkt, daß ich kein Weißer war!"
Walter hingegen wollte für alle die gleichen Chancen haben, während Coleman sein Ding durchgezogen hat. Das erklärt den berechtigten Ärger Walters. Denn da Coleman ja gezwungen war, sein Geheimnis für immer zu bewahren, konnte er für die anderen Farbigen im Endeffekt gar nichts erreichen, während sich Walter ja trotz der Diskriminierung durchsetzte und damit ein Zeichen für andere war.
Schade fand ich, daß Lester Farley am Ende ungeschoren davon gekommen ist. Natürlich war er krank, aber damit kann sich ja fast jeder rausreden. Und ich bin nach wie vor der Ansicht, daß Lesters Vietnam-Trauma von der viel interessanteren Geschichte Colemans abgelenkt hat.
Pappkarton hat geschrieben:Wie liest sich denn der Roth? Bei mir subt noch Portnoys Beschwerden.
Nachtfalter hat geschrieben:ich hab jetzt endlich den Draht zu ihm gefunden. Wär ich jetzt nicht grad hier, würd ich makeln...
Leserle hat geschrieben:Also, wenn man vorher so Thriller a la Tess Gerritsen gelesen hat, dann braucht man eine Weile, bis man sich wieder an lange Sätze und Absätze gewöhnt hat. Dann läßt er sich aber, wenn man einigermaßen konzentriert bleibt, gut lesen, finde ich.
Ich weiß nicht, ob Roth einen durchgängigen Stil hat. Das wird sich erst bei "Jedermann" zeigen, das bei mir noch subt.
Insgesamt fand ich den Stil und vor allem den Inhalt manchmal sehr hochgestochen. Er hat sich oft in Betrachtungen verloren, die einen dann etwas Geduld kosteten.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die zynische Ehrlichkeit, mit der er die Gesellschaft beschrieben hat.

Nachtfalter: Klar! Immer diese Ausreden! :roll:
Leserle hat geschrieben:Nachtfalter: Hast Du etwa die Spoiler schon gelesen? *gg*
Ich finde Dein Urteil über den Wahrheit aber schon ziemlich hart und plädiere für Milde gegenüber dem Angeklagten!
Nachtfalter hat geschrieben:Holder Geist, ich habe deinen ersten spoiler gelesen, den 2ten nicht. Aber Herr Roth geht mir etwas auf den Keks - ich kann mich noch nicht entscheiden, ob er frauenfeindlich schreibt, dumm oder einfach nur männlich&amerikanisch.
Leserle hat geschrieben:Braves Hundehexchen! *Veggie-Knochen zuschiebe*
Ich habe Roth nicht als frauenfeindlich empfunden. Ich bin da aber auch, glaube ich, nicht besonders empfindlich. Welche Stelle meinst Du denn?
Wenn es um die Französischprofessorin gehen sollte, die ist aber auch echt doof!
Nachtfalter hat geschrieben:generell seine Beschreibungen der Frauen.
Der Vergleich der Kühe mit Frauen (Kurtisanen - Berufstätige),
auch dieses: die Häßlichen, die voll geil sind, weil die ja sonst niemand nimmt, und deshalb tun sie alles.... okay, er meint das in Bezug auf den alternden Coleman, aber es hat einen so herabwürdigenden Ton.
Vielleicht bin ich auch zu spitzfindig...
Leserle hat geschrieben:Hmmm... ok, jetzt weiß ich, was Du meinst. Ja, das fand ich auch nicht berauschend. Aber ich hatte den Eindruck, daß er hierbei eine andere Perspektive einnimmt. Das wird dann bei Faunias Ex-Mann Lester deutlicher, finde ich.
Ansonsten finde ich aber viele Stellen nicht nur plump, sondern auch übertrieben vulgär.
Nachtfalter hat geschrieben:Das Vulgäre hatte ich noch nicht so. Aber immerhin, ich komm langsam aber sicher vorwärts, nachher werd ich noch schön lesen. Vor allem gehts es mir jetzt leichter von den Lippen. äm, Augen.
Leserle hat geschrieben:Hmm.. Ja, ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Die wirklich vulgäre und auch, meiner Meinung nach, überflüssige Szene, wirst Du schnell erkennen. Sie spielt im Park und stellt sich als das Gespräch dreier Dozenten heraus.
Ich hatte aber während des Lesens den Eindruck, daß Roth versucht, eine Gesellschaftskritik zu schreiben, die auch die Charaktere der Randgruppen widerspiegelt. Arbeitslose oder Veteranen sind ja nicht so beliebte Romanfiguren, glaube ich.
Auch die Kleingeistigkeit der Dozenten an Universitäten fand ich gut dargestellt.
Nachtfalter hat geschrieben:Das hab ich auch schon vermutet, denn die Anlage des Buches spricht ja dafür.
Ich denk, die nächsten seiten werden mir schon einiges verraten, bin das erste Mal gespannt, wies weitergeht.
Nachtfalter hat geschrieben:Leserle, jetzt ist das Buch ekelhaft. Und durchaus gesellschaftskritisch - und aktuell!
Nachtfalter hat geschrieben:Ich hatte vorhin die Erinnerung an Nam. Nam = Vietnam. Der Typi (Les oder so?)kürzt das immer mit Nam ab. Wie er das erste Mal ner Schwangeren den Bauch aufgeschlitzt hat. Und so was. *schüttelt sich, diesmal nicht vor Kälte*
Leserle hat geschrieben:Ja, das war widerlich! Hat mich sehr an Mo Hayders Roman "Tokyo" erinnert. *nicht empfehlen kann*
Ist schon erstaunlich, wie so ein Ausnahmezustand wie Krieg das Widerwärtigste im Menschen zu Tage befördert! Besonders, weil schwangere Frauen ja auch so fiese und böse Soldaten sind und ein Gemetzel an ihnen dem eigenen Land dient! *mich mit schüttle*
Nachtfalter hat geschrieben:aber es ist ja echt hochaktuell: was wird aus den Kriegsveteranen?!
Auch die dt Soldaten leiden an posttraumatischen Störungen. Und es gibt viele Berichte, dass die von Y-Tours hinterher auch teilweise ziemlcih alleingelassen werden damit. Jedenfalls verändert einen so ein Kriegseinsatz für immer.
Aber Schwangereaufschlitzen und Vergewaltigungen gehörten schon vor 2000 und 3000 Jahren zum Kriegshandwerk...


*uä, jetzt nen Wein brauche*
Leserle hat geschrieben:Ja, Nachtfalter, da hast Du leider recht!
Ich glaube ja, daß diese ungeheure Brutalität mit Absicht zugelassen wird, um die Gegner endgültig zu demoralisieren.
Das mit den Veteranen wird wohl leider auch aktuell bleiben, wenn man sich die Menschheit so ansieht... :(
Ich fand es insofern auch gut dargestellt, daß beschrieben wurde, wie allein die Veteranen gelassen oder nicht ernst genommen werden. Dennoch hätte mich mir mehr zu Coleman gewünscht. Ging irgendwie als Protagonist unter, finde ich.
Nachtfalter hat geschrieben:ich bin gestern 2x über dem Buch eingeschlafen - was aber mehr über mich aussagt als über das Buch...
Leserle hat geschrieben: Im Vergleich zu sonst, hat das Lesen bei mir auch ziemlich lange gedauert. Ich habe auch nach spätestens 15 Seiten dem Schlafbedürfnis nachgegeben.
(Allerdings ging es mir bei "Geisterjäger John Sinclair" auch so...)
Nachtfalter hat geschrieben:An mein allerliebstes meistgeliebtestes und meistgehasstestes Leserchen, das den Namen Bücherleserle gar zu Recht trägt.
In mir ist heute Nacht der Entschluss gereift, mir eine neue Chance zu geben und den Roth erstmal liegen zu lassen.
Schande über mein Haupt!
Dann könnte ich näääämlich mit der Sturmhöhe anfangen.
Und du dann bestimmt auch?
Das hast du doch eh in 0,nix durch, wie ich dich kenne.
Ich glaub dass ich morgen im Zug lieber sone Frauengeschichte lesen möchte als die Probleme von und mit Herrn Silk.

Wäre das okay für dich / euch?

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 13:55

McDermid, Val: Echo einer Winternacht (CG, BL, LB, JP, K) November/Dezember 2010
Leserle hat geschrieben: Irgendwie nervt es mich tierisch, daß ständig zwischen den Spitznamen und den offiziellen Namen hin und her gewechselt wird. Ich kann mir nur unter Schwierigkeiten merken, wer wer ist.
Und diese elenden Befragungen ziehen sich auch ewig lange hin, finde ich.
Ich habe den Eindruck, daß der Verdacht um jeden Preis auf einen der Freunde gelenkt werden soll. Für mich persönlich kommt da nur einer in Frage. *Verdacht habe*
Bin mal gespannt, ob das nur eine Finte des Autors ist.
Julia hat geschrieben:Jetzt kann ich's ja auch offiziell verkünden: hab auch schon mit dem "Echo..." begonnen.
Konnt mich einfach nicht mehr zurück halten und das Buch passt auch irgendwie richtig gut zur Jahreszeit! :oops:

So, ich hoffe ich krieg das mit dem Spoiler hin:
@ Leserle:
Hab genau das gleiche Problem mit dem Namenschaos! Habe jetzt über 100 Seiten gelesen und grad mal bei dem Spitznamen durchgeblickt. Bei den richtigen Namen steig ich nicht mal annähernd durch.
Wie weit bist DU denn schon?
Kat hat geschrieben:Ich habe ja die ersten beiden Kapitel auch schon gelesen, und hatte das gleiche Problem wie ihr.
Julia hat geschrieben:@ kat_01
Ui, Du bist aber ganz schön schnell! Ich quäl mich jetzt seit 1 Woche mit dem Buch rum und bin grad mal auf Seite 131!

Spoiler:

Ich muss sagen: es gibt Hoffnung! Find, dass sich die Story so ab Seite 100 langsam etwas interessanter entwickelt.
Also so richtig gefesselt hat mich das Buch bis jetzt nicht aber wenigstens ist es nicht mehr ganz so zäh wie am Anfang...
Leserle hat geschrieben:Spoiler (ich schreibe die Seite jetzt nicht dahinter, weil das meinen Eindruck widerspiegelt):
[Inzwischen habe ich die Namen und Spitznamen drin. Und ich muß sagen, daß ich es inzwischen so richtig spannend finde. ]
Ich muß zugeben, daß ich inzwischen auf Seite 446 bin und ich es kaum erwarten kann, wie es ausgeht!
Julia hat geschrieben:So, hab gestern und heute früh noch mal ein, zwei Lesestunden eingelegt und bin jetzt bei Seite 235.
Allerdings weiß ich nicht was ich hier im Thread "ungespoilert" schreiben darf und was nicht. :oops:

Spoiler:
bin mittlerweile ganz gut in der Story drin und das Buch gefällt mir recht gut. Würde bis jetzt sagen: Note 2. Am Anfang des Buches fand ich die Charaktere allesamt ziemlich langweilig und "blutleer", mittlerweile find ich vor allem zwei der jungen Männer aus der Clique interessant beschrieben. Und die Sache mit dem Polizisten (Maclennan) hat für mich eine sehr überraschende Wendung genommen!
Wie gesagt: ich weiß nicht wie viel ich hier verraten darf...
Kobold hat geschrieben:amen, mein winternachtsecho ist endlich da. was für ein dicker wälzer. das wären dann zwei krimis hintereinander - sowas ist mir ja noch nie passiert.
Julia hat geschrieben:Juhu es ist da! :bounce:
Wahrscheinlich hat's so lange gedauert weil der Briefträger sich nen Rückenschaden geholt hat vom schweren tragen. :lol:

Das Buch ist aber auch wirklich dick, hab auch so meine Probleme es überhaupt in meine Handtasche rein zu bekommen...

Ab wann geht's denn voraussichtlich los mit lesen? *neugierigfrag*
Julia hat geschrieben:So, bin gestern dann mit dem "Echo einer Winternacht" fertig geworden! :bounce:

Achtung Spoiler:

im großen und ganzen hat mir das Buch gut gefallen, so richtig überrascht hat mich das Ende bzw die Auflösung aber nicht, irgendwie hatte ich schon die ganze Zeit einen Verdacht wer der Mörder ist und der hat sich dann auch bestätigt...

Trotzdem wäre ich nicht abgeneigt weitere Bücher von Val McDermid zu lesen...
Leserle hat geschrieben:Und Ihr anderen? Ist außer Julia noch jemand fertig geworden? Oder wie findet Ihr es bisher?
Ich brauche Input! *rumnerve*
Nachtfalter hat geschrieben:*kicher*
jetzt weiß ich warum das Geistlein sich so auf Julia gefreut hat!
Kobold hat geschrieben:ich bin auf seite 100 oder so. die vier jungs werden als noch von der polizei traktiert. mal schaun wann der zeitsrpung kommt.
Leserle hat geschrieben:Kobold: Ich glaube, das dauert noch ein bißchen. Aber danach wird es deutlich besser!
Julia hat geschrieben:So ab Seite 100 gehts steil bergauf! ;-)

Bis dahin war's etwas zäh aber dann wird's wirklich spannend, also viel Spaß!
Kat hat geschrieben:Ich bin erst auf Seite 215, hatte nur am WE richtig Zeit zu lesen.

Mondo steht gerade auf den Klippen, Ziggy ist bereits gerettet und bis zum Zeitsprung sind es nur noch 5 Seiten.
Ich finde es erschreckend, zu sehen, wie schnell man ein Leben mit einem (falschen) Verdacht zerstören kann.
Leserle hat geschrieben:Kat: Ja, das fand ich auch schockierend.
Spoiler: Mondo nervt total! Und Weird hat auch nicht mehr alle...
Kat hat geschrieben:Stimmt, weird ist schon seltsam. So plötzlich zu Gott gefunden... na, wenn er meint. Mondo ist mir bis jetzt gar nicht so sehr aufgefallen. Mal sehen, was er jetzt auf den Klippen treibt
Leserle hat geschrieben:Kat, glaube mir, nach dem Kapitel wirst Du ihn nicht mehr mögen!
Kat hat geschrieben:Stimmt :!: :!: :!:
Kat hat geschrieben: (Seite 233): uiiii... der Sohn??? Oder ist das die Lüge? Oder wie, oder was... *gespannt bin*
Leserle hat geschrieben:Wirkt so, gell? Der war mir auch auf Anhieb unsympathisch...
Kat hat geschrieben:Meinst du den Sohn? (oder auch doch-nicht-sohn) Ja, den find ich auch etwas seltsam.
Leserle hat geschrieben: Später wird etwas über ihn erzählt. Da versteht man dann etwas besser, warum er so merkwürdig ist. Dennoch finde ich sein Verhalten ziemlich übertrieben...
Julia hat geschrieben:ich fand auch dass dieser Sohn sich da viel zu sehr reingesteigert hat. Er ist anscheinend ein seeehr einsamer Mensch der ansonsten nicht viel im Leben hat für was er sich begeistern könnte. Sonst würde man doch nicht dermaßen alles stehen und liegen lassen und sich auf die "Jagd" machen, oder?
Weiß nicht ob ich das so realistisch finden soll...
Leserle hat geschrieben:Julia: Ich finde, daß der Sohn auch reichlich übertrieben reagiert hat. Aber wenn man sich die Welt so anschaut, dann könnte das schon durchaus realistisch sein... :roll:
Görchen hat geschrieben:Ich gestehe, ich bin erst bei S. 174 - komme gerade absolut nicht zum Lesen. Bisher finde ich es allerdings nur mittelmäßig...
Kobold hat geschrieben:wie jetzt? die haben gerade verraten, wer der mörder ist. das buch ist noch nicht rum. was soll denn das jetzt noch werden?
Kat hat geschrieben:Kobold, genau das habe ich auch gerade gedacht, aber dann war ich mir nicht sicher, ob das nicht nur in die Irre führen soll...
Ich bin jedenfalls weiterhin gespannt...
Kobold hat geschrieben:jo, jetzt kam grad der zeitsprung. bin mal gespannt. *buch nehm und in die badewanne geh*
Leserle hat geschrieben:Keine Panik, das gleiche dachte ich auch. Es wurde dennoch noch ziemlich spannend! *spoiler*
Kat hat geschrieben:(Seite 282):Ziggy ist tot *immer noch Schluchze*
Leserle hat geschrieben:Kat: Ja, das hat mich auch total umgehauen! Ich fand Ziggy und Alex am sympathischsten... Hätte es eher Mondo oder Weird gegönnt! *hüstel*
Wie war noch mal Alex' Spitzname? Ich habe den schon wieder vergessen..
Kat hat geschrieben:Gilly. Musste aber auch gerade nachgucken :oops:
Der wird ja nicht so oft genannt wie die anderen.
Leserle hat geschrieben:Ah! Danke!
Nee, im zweiten Teil wird er, glaube ich, fast nur noch mit Alex angesprochen. Gilly ist aber auch ein merkwürdiger Name... Obwohl ich die Spitznamen und ihre Herleitung insgesamt irgendwie bescheuert fand... *hüstel*
Kobold hat geschrieben:*mitschluchzend kat übers köpfchen streichel*
Kat hat geschrieben:FERTISCH

Ich habe heute morgen die Winternacht beendet.

Spoiler:

Einen Verdacht, wer der Mörder ist hatte ich schon als er dem anderen ein falsches Alibi gibt.
Ich bleibe allerdings dabei, das Weird nicht ganz normal ist. Alex und seine Frau fand ich sehr sympatisch und glaubhaft.Ich fand das Buch insgesamt ganz gut.
Kobold hat geschrieben:ich kann diesen fetten detective lawson net leiden, so ein kotzbrocken! ich hoffe, der stirbt.
Leserle hat geschrieben:Kat: Ich finde Andy und seine Frau, ebenso wie Ziggy und seinen Freund echt total sympathisch. Vor allem sieht man daran doch auch, daß sie trotz ihres Unglücks ihr Glück gefunden haben!
Weird hat in meinen Augen einen totalen Knall! Auch daß es ihn nicht weiter beeinflußt hat, daß Ziggy, einer seiner besten Freunde schwul ist, finde ich schon irgendwie... naja...

Kobold: Wie weit bist Du denn jetzt?
Kobold hat geschrieben:leserle: seite 480
Kobold hat geschrieben:boahhh! ey! nee, oder? *fertig bin*
sag ich doch, ich kann den blöden detective nicht leiden!
Leserle hat geschrieben:*lach* Das dachte ich mir dann auch!
Toll fand ich auch Deinen Spruch nach dem Ende des ersten Teils, daß man ja den Mörder schon kennen würde. Da bist Du wohl genauso drauf reingefallen wie ich? *gg*
Kat hat geschrieben: Da bin ich nur ganz kurz drauf rein gefallen... wäre ja irgendwie doof, da den Mörder schon zu verraten.
Um es dann noch spannend zu halten, hätte es anders weiter gehen müssen...
Leserle hat geschrieben:Nicht unbedingt... Ich war mir ziemlich sicher, daß Mondo der Mörder sei, und fand das auch irgendwie doof am Ende des ersten Teils, aber dennoch fand ich es weiterhin spannend. Den zweiten Teil sogar mehr als den ersten.
Kobold hat geschrieben:ich dachte voll, dass mondo der mörder ist sogar bis alex kurz davor war, den wohnwagen zu inspizieren. bin halt kein geübter krimileser. wahrscheinlich hätte man schon früher drauf kommen können.
Kobold hat geschrieben:und ich dachte auch voll, dass der sohn die vier töten wollte. tja ja
Leserle hat geschrieben: :oops: Kobold: Da bin ich genauso drauf reingefallen wie Du... Obwohl ich schon häufig Krimis/Thriller lese. Normalerweise komme ich auch relativ schnell drauf, wer der Mörder ist. Diesmal nicht. Und ich dachte auch, daß der Sohn die vier aus Rache umbringen wollte, nicht daß es der Mörder war...
Ich bin McDermind voll auf den Leim gegangen...
Kat hat geschrieben: Viiiiiiillll zu naheliegend, koboldchen. Der Mörder ist immer der, von dem man es am wenigsten erwartet.
ICh hatte den Vedacht zum ersten mal, als er dem anderen ein falsches Alibi "aufgeschwatzt" hat. Damit hatte er dann selber eins...
Leserle hat geschrieben:Oh Mann... Das mit dem Alibi kam mir zwar auch merkwürdig vor, aber irgendwie stand ich da völlig auf dem Schlauch... *seufz*
Und ja, normalerweise denke ich auch so, aber diesmal... Mondo hat mich schwer abgelenkt...
Kobold hat geschrieben:mit dem alibi ist mir zwar aufgefallen, aber ich habs nicht weiter beachtet. ich dachte mir immer nur "mondo du arsch!" weil er auch so komisch geworden ist.
Kat hat geschrieben:Ich fand ja weird komischer. :D
Leserle hat geschrieben:Ich fand Mondo ja schon während der Verhöre merkwürdig. Sein dämlicher Selbstmordversuch hat meiner Antpathie dann den letzten Schubs gegeben. Muß gestehen, daß ich mich auch ziemlich auf ihn eingeschossen habe...

Kat: Komischer schon, aber Mondo war ja irgendwie eklig, finde ich. Weird war eher unheimlich, aber er schien es gut zu meinen.
Kobold hat geschrieben:ja, seh ich auch so: weird eher durchgeknallt, aber auf seine art gutmeinend, mondo einfach nur blöööööööööööööööööööööööööööööööööööd
Leserle hat geschrieben:*beim Kobold unterschreibe*
Besonders sein späterer Fanatismus ist irgendwie merkwürdig. Aber Mondo ist ja echt einfach nur ein widerlicher Charakter. Alex hat Glück, daß seine Frau da ganz anders ist. Aber zum Schwager hätte ich den Feigling nicht haben wollen!

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 15:33

Brontë, Emily: Sturmhöhe (NF, BL, H) November/Dezember 2010
Pappkarton hat geschrieben:ich trag hier mal meine Gedanken zu "Sturmhöhe" als Erinnerungsstütze zusammen, ich bin aber noch nicht ganz durch, das Buch hat es in sich :bigsmurf:

1. subjektive Erzählperspektive: Rahmenhandlung - zwei Erzähler Lockwood (Vermittler zum Leser) und Nelly (vertraut mit beiden Parteien), zusätzliche Perspektive einiger Personen (insbes. die junge Catherine) aus Nellys jeweiligen Umfeld (gefiltert durch Nelly), Handlungsmotive einige Personen bleiben dadurch im Dunkeln (Heathcliff, Hareton) => schwer einschätzbar; ist Heathcliff wirklich ein Teufel? (Herkunft im Unklaren)

2. starke Naturverbundenheit (Moorlandschaft): z.B. Widerspiegelung von Lebensweise/Charakter (junge Catherine: lebendige Natur ("Windwiege" [tolles Bild für "Einklang mit Natur"], Linton: stille Natur)

3. Kontrastierung
3.1. der beiden Familien: Lintonkinder- verzärtelt, helläugig, blass <=> Earnshaws- Naturkinder, robust, ungebändigt, dunkeläugig (H. Zigeuner (?), in Filmen Catherine dunkelhaarig, obwohl blond), in der folgenden Generation Umkehrung: junge Catherine Linton wie ihre Mutter => Sehnsucht nach draußen, der junge Heathcliff auch wie seine Mutter (zum Leidwesen des Vaters): schwächliche Konstitution, "Hauskind"; Verachtung für die "feine" Lebensweise (Fensterbeobachtung von H. u. C: Behaglichkeit/Geborgenheit, unterbewußte Sehnsucht danach?)
3.2. Häuser: Thrushcross Grange (Himmel) <-> Wuthering Heights Hölle (dunkel, Gewalt, Trunksucht, Spielsucht, Streit)
3.3. Natur (Kindheit) <-> Zivilisation ; Heathcliff als Naturmensch/Naturgewalt (Heidefelsen)
3.4. Gefangenschaft - Freiheit, verschloßen - offen ; Wuthering Heights als Gefängnis (keine Fluchtmöglichkeit)


=> Synthese der Gegensätze durch Liebe Hareton und Cathy


4. Übersinnliches/Geistererscheinung: Fenstererlebnis, Visionen der toten C., verfolg vom Geist, Ruhe erst mit E. Lintons Tod, sieht die Erscheinung aber nicht, nur spüren (ausheben Grab, um Leiche zu sehen), Mystik/Gothic Novel => Kate Bush

5. Was bestimmt Charakter eines Menschen? Umfeld oder Anlagen? => Hareton, Heathcliff als Opfer ihrer Umgebung?

6. wiederkehrende Beschreibung von häuslichen Alltagsszenen (Essen, Feuer machen, Haushalt) => Perspektive Nelly => Zeitbild

7. Haben Catherine u. Heathcliff irgendwann miteinander geschlafen? Andeutungen des Knechtes (Beobachtungen im Moor)

8. Motive für Rachepläne Hs: Rache an seinen Folterknecht Hindley (Zwei-Brüder-Motiv) und Degradierung (kann dadurch C. nicht heiraten), Rache an den Lintons: Wegnahme von Catherine

9. Beziehung C. u. H: Seelenverwandte, Einheit (C.: "ich bin Heathcliff") => Catherine zerbricht diese Einheit durch die Hinwendung zu den verachteten Lintons, wird selbst eine "feine Dame" => Sehnsucht nach Wiederherstellung der Einheit [Mythos Plato "Kugelmensch"] => Platonische Liebe (zusammenfinden der Seelen, höchste Form)

10. juristischer Hintergrund: Erbregelung, nur männliche Nachkommen erbberechtigt => H. in Erbfolge der Lintons (Heirat, Sohn)

11. Gründe für Krankheit/Tod von C.: Trennung von H., Streit H. mit Edgar

12. Warum heirate C. Edgar? - Himmel (Gespräch mit Nelly), sozialer Status (H. niedrigerer Status)

13. Was findet Catherine an Linton? - Wahrnehmung als Ihresgleichen (Ggs. Hareton "niedrigere Schicht", ungebildet, grobschlächtig), Beschützerinstinkt, Mitgefühl, Liebe (obwohl Linton bösartig zu ihr ist), Selbstaufopferung (Heirat nur um beim sterbenden Vater zu sein)

14. Widerspiegelung der ersten Generation in der zweiten (Catherine = Cathy; Edgar = Linton; Heathcliff = Hareton)

15. Ehen:
Hindley-Frances: Liebe (H. zerbricht am Tod seiner Frau) => analog zu H.
Catherine- Edgar: soz. Status, Konvention, keine wirkliche Liebe von Seiten C., Edgar vergöttert seine Frau
Heathcliff- Isabelle: Rache, Hass, I. pubertäre Verliebtheit (später Hass)
Cathy - Linton: Erpressung, Rache, Liebe?
Cathy - Hareton: Liebe

16. Personen:
Cathy: positive Entwicklung vom verzogenen Gör zu fürsorglichen Menschen (Erziehung Nelly) => Identifikationsfigur
Linton Jr.: Werkzeug seines Vaters, egoistisch, verzogen, ängstlich, zu Liebe fähig?
Nelly: gesunder Menschenverstand, klug, moral. Zentrum
Lockwood: Stellvertreter für Leser, Beobachter von außen
Hareton:
Joseph: strenger Christ
Catherine
Heathcliff
Hindley
Nachtfalter hat geschrieben: :shock: Emily Bronte wurde nur 30 Jahre alt!
Pappkarton hat geschrieben:Yepp. Aber was die in ihren jungen Jahren für einen Roman gerissen hat, Wahnsinn. Es sollte auch ihr einziger bleiben. Die Brontes hats alle relativ jung weggerafft. Ich glaub Tuberkulose war Schuld, die Krankheit spiegelt sich auch im Roman wieder.


Heath Ledger, der schönste Mann, der je gelebt hat (nach Johnny Depp), ist übrigens nach dem Stürmhöhen-Heathcliff benannt.
Nachtfalter hat geschrieben:gute Idee. S.31
versuche grad mir ein Bild über alle Namen zu machen. Werd mir nen Spickzettel machen...
... hab mich schon ein paarmal schlapp gelacht
Spoiler:
zum beispiel als er die toten kanickel für katzen hält...
und Josefs Dialekt find ich geil...
Pappkarton hat geschrieben:Bei mir ist hinten ein Stammbaum drinne. Die Personenanzahl hält sich aber in Grenzen, nur am Anfang ist es etwas schwierig die Verhältnisse zu durchblicken.
Nachtfalter hat geschrieben:hinten Stammbaum? gucken gehe.

nöö, keiner. Macht nix. Mach mir sölbst einn.
Leserle hat geschrieben:Ich habe in meiner Ausgabe nachgesehen und auch einen Stammbaum entdeckt. Der ist aber nicht ganz hinten, sondern ein paar Seiten vor Schluß. Vielleicht hast Du ihn ja nur übersehen, Nachtfalter?
Nachtfalter hat geschrieben:ich bin bei WH noch nicht soweit, dass ich verstehen könnte, warum man seinen Sohn Heath nennen sollte.
Pappkarton hat geschrieben:Warum, weil er so unsympathisch ist oder weil du den Namen doof findest?
Nachtfalter hat geschrieben:zum Kotzen unsympathisch...aber man muss wohl sagen, NOCH, oder?
Pappkarton hat geschrieben:Das noch kannste streichen.
Leserle hat geschrieben:Nachtfalter: Auf welcher Seite bist Du inzwischen?
Nachtfalter hat geschrieben:äm, Geistlein... so kurz vor 50 glaubich... also 10 Tage lesen, quasi ;-)

Huuri... spoiler:

uuäää! man mag doch sein Kind nicht, wenn man ihm den Namen gibt!!!
ich mag den Stil von Frau BrontemitzweiPunktenaufme aber sehr...
Pappkarton hat geschrieben:Spoiler

*angeb*ëëëëëëëëëëëëëëëëëëëëëëëë

stellenweise hat man auch Mitleid mit dem Heathcliff
Nachtfalter hat geschrieben:spoiler
ja, leid tut er einem ja auch etwas... erstma sehn, wies weitergeht!!
Nachtfalter hat geschrieben: grad ist die Frau von Hindley Earnshaw gestorben, Frances.
ich finds faszinierend, dass man eine Erzählung so ineinander schachteln kann: Lockwood erzählt, darin erzählt Nelly, die wiederum lässt Heathcliff erzählen... wow. Auf sowas muss man erstmal können...
Pappkarton hat geschrieben: Ja, die Erzählperspektive ist wirklich raffiniert. Es gibt eigentlich nur zwei Erzähler: Lockwood und Nelly. Durch Letzteres kommen allerdings noch andere Teilnehmer zu Zuge, allerdings immer unter Nelly Blickwinkel. Also sehr subjektiv.
Pappkarton hat geschrieben: Was für eine Art Christ isn Josef? Der is ja extrem gläubig (auf naive Art und Weise), überall wittert er die Sünde, nimmt sich selbst aber von aus, obwohl er auch nicht die Ausgeburt der christlichen Nächstenliebe ist.
Nachtfalter hat geschrieben: dat is ne jute Frage... für mich isser ein Christ, dem man mal gehörig die Meinung sagen sollte ... und die Bibel vorlesen sollte:
und wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!
das sagt Jesus, als er den wütenden Mob davon abhält, eine Frau zu steinigen, die die Ehe gebrochen hat...
natürlich schmeißt dann keiner mehr.
und das mit dem Splitter und dem Balken im Auge geht auch in die Richtung.
Also: für mich ist Josef KEIN guter Christ, sondern ein widerlicher Egozentriker, der seine Umwelt tyrannisiert.
Pappkarton hat geschrieben:Das is es ja. Josef würde zum Steinemob gehören. Er prangert die Morallosigkeit an und schafft es selbst nicht im Sinne der Bergpredigt zu handeln.
Nachtfalter hat geschrieben:insofern hat er keinen Grund sich auf die Bibel zu berufen. Das was er macht, ist die Praxis des Mittelslters. und das ist - von Emily her betrachtet- auch nicht so fern! Hat man nicht Anfang des 19Jh sogar noch Hexen verbrannt???
Pappkarton hat geschrieben:ich will nicht ausschließen, dass heute noch genug fundamentalistische Christen so denken. Wenn ich daran denke, dass tlw. Harry Potter oder die Kompass-Reihe verboten wird. :roll: Da gruselt es mich doch manchmal schon sehr.

Kennst du die "Auferstehung" von Tolstoi? Wegen dem Buch wurde er exkommuniziert, weil er starke Kritik an der Institution Kirche geübt hat. Ihm ging es vor allem daran, dass man nicht in erster Linie Gott, sondern den Menschen dienen sollte (im Sinne der Bergpredigt) und dadurch Gott. Damit kann man auch als Atheist was anfangen
Nachtfalter hat geschrieben:hm... ich hab noch nie Tolstoi gelesen ... ein Fehler, ich weiß.
werde ich also ändern. Du hast die "Auferstehung" anscheinend gelesen?
welches von Tolstoi würdest du denn als Einstieg empfehlen (v.a. wenn man so ne Leseratte ist wie ich...)?
wieso schreib ich das weiß? is das noch spoilern?
der Fundamentalismus, egal, welche Religion ihn hervortreibt, ist meist menschenverachtend und grotesk ... und m.E. eine Fehlinterpretation von Radikalen...
Pappkarton hat geschrieben:Ne religiöse Fehlinterpretation gibt es meiner Meinung nach nicht, dass setzt voraus, dass es die richtige Interpretation gibt. Man muss das nicht gut finden, aber es ist halt eine Form der Auslegung, so seltsam fremd manche Auswüchse sein mögen.
Nachtfalter hat geschrieben:ja, was ist Fehlinterpretation?
das ist eine gute Frage.
in Bezug auf die Scharia ja auch die Frage - was ist wahr??

bei einem gedicht würde man den Autor fragen. (fragen wollen). oder man sagt einfach: "der Autor meint dies und das".
aber die Frage ist ja, was lese ICH in das Gedicht hinein. Wenn der Autor sich äußert, sagt das etwas über seine Motivation, seine Absicht. Aber ich kann ja trotzdem einiges hineinlesen, für mich.
Pappkarton hat geschrieben: Das is es ja. Die Scharia wird von Kulturkreis zu Kulturkreis anders verstanden. In die Auslegung spielen noch soviele andere Faktoren rein. Da kann man halt schwer sagen, meine Auffassung ist die Richtige.
Nachtfalter hat geschrieben: um zum Anfang zurück zu kommen: du hast recht, wie immer. Nach meinem Verständnis des Christentums missversteht Josef die Botschaft des Evangeliums. Er selbst bezeichnet sich NATÜRLICH als den besseren Christen. Ich würde ihm das Christsein fast absprechen - aber auch das stünde mir nicht zu.
Ist übrigens auch heftig, dass an einer Stelle - wo war das? - gesagt wird, Gott hätte nicht soviel Genugtuung an der Rache wie er. das kann doch nur Hiiiithcliff gewesen sein, oder? das fand ich auch ganz schön heftig.
übrigens brauch man gar nich bis zu den Verboten von HP gehen - die katholische Familie meiner Schwägerin würde reichen. :(
Pappkarton hat geschrieben:Das klingt nach Heatcliff, aber der is ja eh nicht wirklich gläubig bzw. Das einzige was er von Christentum gelernt hat, war ja durch Joseph. Da kann ja nicht viel bei rumkommen, außer die die Vorstellung eines rächendes Gottes (noch sehr AT).

Aber Bronte arbeitet ja auch stark mit christlichen Begriffen. Heathcliff wird ja z.B. permanent mit dem Teufel verglichen bzw. gleichgesetzt.
Leserle hat geschrieben:Kleiner Hinweis für Bylle: Ich fange morgen mit "Sturmhöhe" an. :twisted:
Leserle hat geschrieben:Sooo... Bin auf Seite 127.

Nachtfalter: Ich finde es sehr interessant, daß Dir das Buch und sein Stil besser gefällt als der Roth. Ich muß ehrlich gestehen, daß ich mich die ersten 15 Seiten wahnsinnig gequält habe und seitdem überlege, warum dieses Buch so gelobt wird. Mir hat "Jane Eyre" von Charlotte Brontë deutlich besser gefallen.

Was mir gar nicht gefällt ist, daß es bis auf Nelly nicht eine Person bisher gibt, die mir auch nur annähernd sympathisch wäre. Heathcliff fand ich solange ein wenig mürrisch, aber ok, bis er die Hunde getreten hat. :evil:
Josef ist in meinen Augen ein widerliches Ekel, das sein Fähnchen mit dem Wind dreht. Das hat aber gar nicht so viel mit Christentum zu tun. Er zieht über jeden her, der gerade nicht da ist (vor dem Personal über den Chef und vor dem Chef über das Personal). Außerdem halte ich ihn für viel zu dumm, um überhaupt zu verstehen, was in der Bibel steht. Seine Auslegungen sind ihm hohen Maße egozentrisch, besonders an der Stelle, als er glaubt, daß der Herr in einem Sturm Rache nehmen würde und ruft, er sei ein Heiliger und der Herr solle den Heiligen nicht mit den Sündern verwechseln. Dieses Heuchelchristentum erklärt auch ziemlich gut, warum der Rest der Familie nicht besonders viel von christlichen Werte hält, finde ich. Josef ist ein gutes Beispiel für Menschen, die Nietzsche als "Untermenschen" bezeichnet hat.
Im Übrigen finde ich es interessant, daß auch in "Jane Eyre" eine ähnliche Art von Heuchelchristen dargestellt wird. Das deutet darauf hin, daß die Brontë-Schwestern einige unangenehme Erfahrungen damit gemacht haben. Zugleich sieht man bei "Sturmhöhe" aber auch, finde ich, ein Augenzwinkern Emilys, wenn sie beschreibt, daß die alte Kapelle schon seit Jahren leer steht, weil keiner den Pfarrer bezahlen will.
Was nun meine momentane Frage nach dem "Sinn" des Buches angeht... Meine Prophezeihung lautet: Wer seine Kinder haut, der kriegt Kinder, die selbst wieder hauen und auch nicht den mindesten Respekt vor ihren Eltern haben können. Im großen und ganzen finde ich das Buch ausgesprochen deprimierend!

Edit: Was nun die Verschachtelung angeht... Sooo neu ist das ja nicht. Hat schon Plato so gemacht. Allerdings hat mir der erste Ich-Autor irgendwie gar nicht zugesagt. Der erinnerte mich in seiner naiven Weise viel zu sehr an "David Copperfield" von Charles Dickens.
Pappkarton hat geschrieben:Ich find bei Sturmhöhe empfindet man partielles Mitleid mit den Personen, an einer Stelle hat ich sogar Mitleid mit Joseph. Erst im zweiten Teil ändert sich das.


Lockwood findest du seltsam? Der ist doch gar nicht involviert.

"Was nun meine momentane Frage nach dem "Sinn" des Buches angeht... Meine Prophezeihung lautet: Wer seine Kinder haut, der kriegt Kinder, die selbst wieder hauen und auch nicht den mindesten Respekt vor ihren Eltern haben können. Im großen und ganzen finde ich das Buch ausgesprochen deprimierend!"


Generationsübergreifende Schlägerei? Wo siehst du die denn?

Eltern in dem Sinne gibt es bei Sturmhöhe nicht wirklich. Nelly ist die einzige mit Erziehungsverantwortung.
Nachtfalter hat geschrieben:
also, die Rolle der Nelly nervt mich inzwischen etwas. Sie erinnert mich an meine Mutter. Die meint auch immer alles gut, gibt iwelche Infos zwischen mehreren nicht direkt kommunizierenden Gesprächspartnern weiter, und schon gehts schief.
Andererseits wird Nelly ja von den "Herrschaften" missbraucht, grad auch von Heathcliff.
Lockwoods Interesse an der geschichte scheint ja doch auch in die Richtung zu gehen, dass er die Catherine auf WH anziehend findet...
Pappkarton hat geschrieben:Was genau geht schief durch Nelly?

Ja, Lockwood hat ein Auge auf Catherine geworfen.
Nachtfalter hat geschrieben:ich meinte z.B. dass sie Mr Earnshaw mitteilt, dass H. im Hause ist ... tw sagen ihr das ja auch die Personen, dass sie sich zu sehr einmischt.
was wäre passiert, wenn sie wegguckt?
Pappkarton hat geschrieben:Du meinst Linton? Earnshaw war die Gegenpartei aus WH. Sie mischt kräftig mit, weil sie sehr parteiisch ist und nicht nur eine neutrale Haushälterin. Und sie hat Angst vor Heathcliff. Keine Ahnung ob manches milder verlaufen wäre, wenn sie sich nicht eingemischt hätte. Das hab ich mir so noch nicht überlegt.
Leserle hat geschrieben:
Pappkarton hat geschrieben:Generationsübergreifende Schlägerei? Wo siehst du die denn?
Nun, offenbar hat der alte Earnshaw seine Kinder hin und wieder geschlagen, auch wenn er ansonsten doch als passabler Vater beschrieben wird. Stimmt, weitere Eltern außer Nelly gibt es nicht. Aber die Geschwister sind ja zueinander und zu Heathcliff auch alles andere als nett... Die gesamte familiäre Situation finde ich schon sehr bedrückend. Offenbar sind kaum Werte vermittelt worden, ganz zu schweigen von Zuneigung, elterlicher Wärme oder Zuneigung. Und das, was vorhanden war (siehe Nellys Zögling), das wird auch schnell wieder ausgetrieben.
Pappkarton hat geschrieben:Lockwood findest du seltsam? Der ist doch gar nicht involviert.
Ich weiß zwar gar nicht, wo in meinem Beitrag das stand, aber am Anfang erzählt ja noch Lockwood. Und da fand ich ihn ziemlich doof. Deswegen war ich auch froh, daß Nelly dann die Erzählung übernommen hat.
Mit Josef habe ich aber, um ehrlich zu sein, überhaupt kein Mitleid. Den hätte ich schon längst vom Hof geworfen. Bei den anderen muß ich Dir zustimmen, da schwanken die Gefühle, aber so wirklich sympathisch oder auch nur annähernd sympathisch finde ich sie dennoch nicht.
Bis auf Nelly, die mir doch immer sympathischer wird. Ihre ehrliche und offene Art, die auch die eigenen Fehler nicht verschweigt und dann noch ihr Mut, mit dem sie Catherine ganz offen ihre Meinung bezüglich ihres Verhaltens sagt, finde ich wirklich bewunderswert!
Die meisten finde ich schlicht und ergreifend ungezogen. Gerade die weiblichen Lintons scheinen einfach zu wenig zu tun zu haben, sonst hätten sie weder die Zeit noch die Energie, sich in ihre Launen derart hineinzusteigern.

Was Deine Zusammenfassung angeht, da warte ich wohl doch lieber noch, bis ich alles gelesen habe.
Pappkarton hat geschrieben:In WH wachsen sie mehr oder weniger wild auf.

Bei Hareton wiederholt sich quasi das Gleiche wie bei Heathcliff. Am Anfangs noch geliebt, umsorgt und gefördert, bricht das plötzlich weg.


Bei den Lintons hingegen sind die Eltern übervorsorglich und verhätschelnd.
Nachtfalter hat geschrieben:mal eine Frage, an alle die WH lesen: woran ist denn nu Catherine eigentlich gestorben?
Pappkarton hat geschrieben:Gute Frage. *Notizen such*

Ich denk, es war die Trennung von Heathcliff und das Leben in einer Welt, zu der sie eigentlich nicht gehört.


Es gibt ja irgendwo weiter vorne, dieses Gespräch mit Nelly über die Gründe für die Heirat mit Edgar, während dem sie von ihrem Traum berichtet. Sie war im Himmel (=Linton, Thrushcross Range), aber hat sich dort so unglücklich gefühlt hat, dass sie wieder weg wollte und die Engel warfen sie auf einen Hügel von Wuthering Heights. => um die S. 100
Nachtfalter hat geschrieben:ganz unter uns - kann man daran wirklich sterben?
ich meine, zu Tode hungern, ja, aber dieses am gebrochenen Herzen tatsächlich sterben - entspringt das nicht der fantasie von Frau Bronté?
Pappkarton hat geschrieben:Es gab davor glaub ich auch noch einen großen Konflikt zwischen Edgar und Heathcliff, der ihr dann extrem zugesetzt hat.

Die Liebe zwischen C. und H. ist sowieso sehr speziell. Das ist keine normale Beziehungskiste.

Wie schreibsten du Brontë? *grusel*

Das ist jetzt natürlich literarische Überformung von der guten Frau mit dem Liebeskummertod.

Der Symbolsatz von C. für Beziehung is ja:

Ich bin Heathcliff.

Die sind Seelenverwandte und das nicht in irgendeinen Kitsch-Romansinne.
Nachtfalter hat geschrieben:Ich geh davon aus, dass Leserle jetzt weiter ist als ich, deshalb kann ich wohl schwarz schreiben...

ich kann kein doppelpunkt aufm e... jammer...

Was sich die beiden am Ende immer vorwerfen: du hast mein Herz, du hast aber meins gebrochen, zerstört, nee, du warst es ... du bist mein Leben aber ich kann dich nich lieben weil du dich selbst zerstörst...
boh, dat find ich recht verwirrend zu lesen. Klar, sagen sie ja, sie sind eigentlich eins.

und außerdem find ich, kommt die Schwangerschaft der guten Cathrine zu kurz.
sie wird einmal erwähnt, und dann kommt die Geburt und sie ist tot.
Müsste ihr "Zustand" nicht IRGENDEINE Reaktion von H. hervorrufen?
Sehr merkwürdig, das.
Nachtfalter hat geschrieben:
Pappkarton hat geschrieben:Das ist jetzt natürlich literarische Überformung von der guten Frau mit dem Liebeskummertod.
das versteh ich nich...
Pappkarton hat geschrieben:Du meinst ihre Schwangerschaft?
Nachtfalter hat geschrieben:äm, ja?
Pappkarton hat geschrieben: Hm blöd ausgedrückt.

Bronte beschreibt ja eine Liebe, die jetzt nicht deckungsgleich mit der Realität sein soll.

Was für ne Reaktion? Das war ja schon alles abgefrühstückt mit der Heirat, die den Bruch ausgelöst hat. Die Schwangerschaft spielt für ihn vermutlich keine Rolle. Er hat sie ja eh verloren.
Nachtfalter hat geschrieben:okay, das stimmt.

noch mal zum Tod: ich hab halt vermisst, dass sozusagen eine Ursache genannt wird, vom Arzt oder Nelly, in die Richtung von Schwindsucht oder Hungertod oder Gehirnentzündung... die hatte sie ja anfangs, danach erholt sie sich wieder.
Ich bin ein oller Pedant, wenn sowas unlogisch für mich erscheint, bleib ich da immer dran hängen...
zur Schwangerschaft: hätte er nicht sagen müssen: auch noch seine Brut trägst du aus?
Aber vllt hat mans ihr in ihrem Zustand gar nicht angesehen. Haben damals 7-Monatskinder überhaupt eine Chance gehabt? Unwahrscheinlich.
Pappkarton hat geschrieben:Es heißt einfach nur lapidar Tod im Kindbett. Brontë hat das sicherlich absichtlich offen gehalten. Aber letztendlich war es psychisch begründet.
Leserle hat geschrieben:Ich bin inzwischen etwa auf Seite 220.

Nachtfalter: Meiner Ansicht nach ist Catherine aus purer Bösartigkeit gestorben!
Allerdings denke ich, daß es dafür mehrere Ursachen gibt: Durch die Schwangerschaft wird sie schon eingermaßen angeschlagen gewesen sein, dann noch die Hirnhautentzündung und die Hungerei und dazu dann noch ihre Eigenart, sich übelst in irgendwelche Zustände hineinzusteigern. Denke nur daran, wie sie Edgar ärgern wollte und einen Ohnmachtsanfall mit blaßwerden etc. vorgestäuscht hat! Das muß man erst einmal können.

Was nun die Schwangerschaft und Heathcliff angeht, da kann ich Dir auch nur beistimmen. Ich fand es auch sehr merkwürdig, daß er da in keiner Weise reagiert hat. Wenigstens Ekel oder so hätte er zeigen sollen...
Und ich finde auch, daß die Schwangerschaft viel zu kurz gekommen ist. Vorher wird sie ja nur angedeutet und plötzlich ist es dann soweit... Und ich habe auch den Eindruck, daß 7-Monats-Frühchen früher so gut wie keine Chance hatten. Und Nelly erzählte ja auch noch, daß es ihnen eigentlich ganz recht gewesen wäre, wenn es gestorben wäre, d.h. es hat sich wohl anfangs auch keiner richtig gekümmert.

Etwas bescheuert finde ich dieses Rumgeheule von wegen: Ach, wir sind doch Seelenverwandte! Warum haben Heathcliff und Catherine es dann nicht geschafft, miteinander zu reden, bevor sie Edgar heiratete?! Oh Mann! :roll:
Pappkarton hat geschrieben:Heathcliff is ja dann getürmt und eine Heirat mit ihm kam für sie nie in Frage.
Leserle hat geschrieben: Da bin ich mir nicht so sicher... Sie hätten ja auch vorher mal darüber reden können.
Dadurch, daß Heathcliff abgehauen ist, hat er es sich selbst vermasselt. Er sollte lieber sauer auf sich selbst sein. Hätte er mal um sie gekämpft, wäre das vermutlich doch anders ausgegangen.
Pappkarton hat geschrieben:Catherine macht relativ deutlich, dass H. unter ihrem Sozialstatus steht (von Hindley degradiert) und sie ihn daher nicht heiraten wird.
Leserle hat geschrieben:Schon, aber wieviel sagen Frauen den gesamten Tag lang? :roll:
Pappkarton hat geschrieben:Die Heirat war keine Laune von ihr. *rumdiskutier* Und ihr war bewusst, dass sie eigentlich nur mit H. glücklich sein kann (Siehe Gespräch mit Nelly). Ihn hat sie geliebt im GGs zu Edgar. Eine reine Vernunftehe! *darauf besteh*

Vermasselt hat H. die Tour letztendlich Hindley.
Leserle hat geschrieben:Natürlich war es eine Vernunftehe. Aber, wenn man weiß, daß man nur aus Vernunftgründen heiratet, dann kann man dem anderen auch nicht den Vorwurf machen, oder?
Außerdem hätte sie sich dennoch anders entscheiden können und Heathcliff hätte auch noch versuchen können, sie umzustimmen.
Immerhin knutscht sie ja auch vor den Augen Edgars mit Heathcliff rum. Dann hätte sie es wohl auch zustande gebracht, ihn doch zu heiraten.
Pappkarton hat geschrieben:Gabs da Vorwürfe?
Leserle hat geschrieben:Von Edgar oder von wem?

Edit: Naja, Heatcliff und Catherine machen sich doch gegenseitig Vorwürfe an ihrem letzten Abend...
Pappkarton hat geschrieben:es gab schon sympathischere Liebespaare
Nachtfalter hat geschrieben:wie wahr, wie wahr...

leserle, biste schon durch???
Nachtfalter hat geschrieben:
Pappkarton hat geschrieben:Die Heirat war keine Laune von ihr. *rumdiskutier* Und ihr war bewusst, dass sie eigentlich nur mit H. glücklich sein kann (Siehe Gespräch mit Nelly). Ihn hat sie geliebt im GGs zu Edgar. Eine reine Vernunftehe! *darauf besteh*
sie hat gesagt, dass sie Edgar heiratet, weil sie dann Geld und Position hat, um Heath zu unterstützen... bei dem Gespräch in der Küche, als Heath aus Versehen mithört. Und weil Heath nicht standesgemäß ist. Da war er ja noch Knecht und mittellos...
Pappkarton hat geschrieben:das mit den Vorwürfen hab ich nochmal nachgelesen.

Catherine:
- gibt Heath und Edgar die Schuld an ihrem nahendem Tod.
- Heath wird sie vergessen und eine glückliche Familie haben

Heath:
- wirft Schuld auf C. zurück, weil sie aus eigenen Stücken Edgar geheiratet hat (das Leserle ist also mit Heathcliff einer Meinung :twisted: )



=> ggs. Vergebung
Nachtfalter hat geschrieben:okay, mein Problem: ich sollte erstmal werkimmanent denken.
Denn dann ist es irrelevant, ob damals ein 7MonatsKind überlebt hätte.
Und dann ist auch klar,C. ist an gebrochenem Herzen gestorben,
verursacht von den beiden Kerlen.
Pappkarton hat geschrieben:Aber die Frage nach den Überlebenschancen is nich dumm, eigentlich war das Kind für damalige Verhältnisse vermutlich wirklich todgeweiht. Aber das Baby hat in sich offenbar so eine Lebenskraft, dass es den Umständen getrotzt hat. Keine schwächliche Linton also, sondern wie ihre Mutter vormals voller Vitalität.
Nachtfalter hat geschrieben: stimmt, is ja ein Mädel. Dachte jetzt immer, ein Junge...
Pappkarton hat geschrieben:und es heißt sogar wie seine Mutter :albino:
Nachtfalter hat geschrieben:jaja, bin manchmal deppert...
Pappkarton hat geschrieben:daraus entnehm ich, dass du erst kurz nach dem Tod von C. bist
Nachtfalter hat geschrieben:ja, so lang ist sie noch nich hin...
bin hier im Mom immer auf Abruf der Tränenfänger, da kommt man zu gar nischt mehr.
Pappkarton hat geschrieben:Umgeben von Liebesleid.
Nachtfalter hat geschrieben:Ha! DAS hab ich auch schon gedacht so bei mir...
Leserle hat geschrieben:Ich bin noch nicht durch. Erst auf Seite 290.
Pappkarton hat geschrieben:Heath:
- wirft Schuld auf C. zurück, weil sie aus eigenen Stücken Edgar geheiratet hat (das Leserle ist also mit Heathcliff einer Meinung :twisted: )

=> ggs. Vergebung
Jupp, in diesem Fall bin ich tatsächlich Heath' Meinung. Catherine hatte die freie Entscheidung. Sie hat sich eben aus Vernunftgründen für Edgar entschieden, aber das heißt ja nicht, daß sie das mußte.
Das sieht man auch gut an Isabella und Heath. Immerhin ist sie auch einfach mit ihm durchgebrannt. D.h. Wenn Catherine wirklich gewollt hätte, dann hätte ihr diese Option offengestanden.
Dennoch hast Du natürlich auch recht, daß Heath und Catherine sich gegenseitig hätten vergeben können, statt einander Vorwürfe zu machen. Ich denke aber, daß sie dazu zu beschränkt und egozentrisch sind. Zugleich bereuen ja auch beide ihre Entscheidungen, anstatt zu akzeptieren, daß sie womöglich einen Fehler gemacht haben. Ich glaube aber auch, daß sie sich selbst ebenso wenig vergeben haben/könnten wie dem anderen.

Was ich unfassbar finde ist, daß Catherin Edgar die Schuld gibt. Sie hätte ihn (ich wiederhole mich) ja nicht heiraten müssen! :roll: Edgars einziger Fehler war, die zu lieben!
Nachtfalter hat geschrieben:Was nun das Verhalten und die Pläne von Heath bezüglich seines Sohnes angeht... Ich kann es durchaus verstehen, daß er Linton nicht leiden kann, weil der schwächlich und doof ist, außerdem, wie Nelly beschreibt, auch nicht den besten Charakter hat. Dennoch kann ich den Aufwand und den Zweck des Ganzen nicht verstehen, den Heath da jetzt betreibt...
Ist das sein Versuch, sich auch materielle Geltung und Anerkennung zu verschaffen, wenn sie ihm in zwischenmenschlicher Hinsicht verwehrt bleibt?
Im Übrigen: *piiiiiiiiep*
Pappkarton hat geschrieben:Nee, die haben sich ja gegenseitig vergeben. Ganz so egozentrisch sindse dann doch nicht.


Ja, Catherine hätte die Option natürlich offen gestanden auch Heath zu heiraten. Aber aus irgendeinem Grund stellt sie ihren Sozialstatus höher als ihre Liebe. Heath fragt sie auch nach dem Grund, aber sie bleibt die Antwort nach dem Warum schuldig.

Grund für die Pläne:
Es ist schlichtweg Rache an seinen Peiniger Hindley und den Lintons. Er kommt ja schon als "gemachter Mann" wieder, um den Besitz an sich geht es ihm daher wahrscheinlich nicht.

Und diesen Giftzwerg von Sohn fand ich richtig unsympathisch.
Leserle hat geschrieben:Ich habe nicht mitbekommen, daß Catherine und Heath einander vergeben.
Ja, daß er sich rächen will, ist schon klar, aber dennoch ist es, in meinen Augen, einfach nur dämlich... :roll:
Pappkarton hat geschrieben:Rache is nüchtern betrachtet immer dämlich, aber er will Genugtuung und die Besitztümer scheinen ihm der Weg dazu zu sein.
Leserle hat geschrieben:Da hast Du völlig Recht! Damit versaut man sich im Endeffekt nur sein eigenes Leben und damit wird sie dann ineffektiv, finde ich!
Nachtfalter hat geschrieben:äm, bin völlig meschugge... hab die kinder von Isabella und Cathrine verwechselt...
Leserle hat geschrieben:Wie hast Du das denn geschafft? :shock:
Pappkarton hat geschrieben:Wwolltest du dir nich ne Ahnentafel malen?
Nachtfalter hat geschrieben:ja, wie immer: ich will alles und krieg nix auf Reihe.

*Ahnentafel malen gehe nach dem Essen*
Pappkarton hat geschrieben:*kriksel kraksel*



Bild
Leserle hat geschrieben:Ich bin fertig mit Sturmhöhe.
Bemerkungen zu den Charakteren und ihren Beziehungen:
Um ehrlich zu sein, ich kann weder Cathy noch Isabella verstehen, daß sie sich auf die beiden Heathcliffs eingelassen haben.
Heathcliff "flirtet" zwar in minimalster Weise mit Isabella und sie ist jung und unerfahren, doch spätestens zu dem Zeitpunkt, zu dem Heathcliff ihren Hund aufknüpfte, hätte sie doch wissen müssen, daß er ein Widerling ist und nicht die mindeste Liebe oder Achtung für sie empfinden kann. Deswegen verstehe ich nicht, warum sie sich nicht gleich da von ihm trennte, ihren Hund befreite und wieder ins Haus lief.
Ähnliches gilt für Cathy. Sie selbst erzählt Nelly, daß Linton "selbstsüchtig" und "boshaft" sei, sie weiß um seine Egozentrik und fühlt sich oft von ihm ungerecht und unverschämt behandelt. Warum liebt sie ihn dennoch? Warum reagiert sie nicht mit der ihr sonst eigenen Hochmütigkeit und dreht sich um und kehrt nie wieder zu ihm zurück? Spätestens nachdem Heathcliff sie geschlagen hat und Linton sich darüber freut, daß mal nicht er das Opfer war, hätte sie doch die Erbärmlichkeit seines Charakters erkennen müssen. Daß sie sich dennoch bis zu seinem Tod um ihn gekümmert hat, zeigt, daß sie zu Vergebung fähig ist. Hier findet sich auch ein Hinweis darauf, warum sie später Kontakt zu Hareton Earnshaw aufnimmt.
Was ich an Edgar nicht verstanden habe, war, daß er ja schon die ganze Zeit ahnte, was Heathcliff vorhatte und dennoch erst, als es ja schon zu spät war, auf die Idee kam, sein Testament zu ändern. Auch hätte er seine Tochter, so gerne er sie auch in seiner Nähe hatte, zu Verwandten oder Bekannten woanders schicken können, wo sie andere junge Männer hätte kennenlernen können, die dann womöglich als Ehemann in Frage gekommen wären, wodurch das Erbe gesichert gewesen wäre.
Joseph fand ich das gesamte Buch hindurch schlicht und ergreifend widerwärtig. Allerdings scheint er gemeinsam mit Nelly Dean (warum eigentlich Mrs. und nicht Miß?) zwei entgegengesetzte Parts aufzuführen. Während Nelly alles versucht, um allen Personen und besonders den Lintons, zu denen sie treu hält, zu helfen, scheint Josephs schlechter und permanenter Einfluß durchaus (zwar unbeabsichtigt, aber deutlich) die Entwicklung der Geschwister Earnshaw und auch Haretons vergiftet zu haben.
Nelly ist mir immer noch die liebste Person, obgleich natürlich auch sie ihre Fehler hatte, doch hat sie immer nur Gutes bewirken wollen.

Schlußbetrachtung:
Das Ende hat mich ein klein wenig versöhnt, dennoch kam ich mir während des Lesens wie ein Besucher einer Klapsmühle vor. Die Charaktere waren zum größten Teil egozentrisch und unreif.
Witzig fand ich, wie auch Nelly treffend bemerkte, daß Heathcliffs Rachepläne nur zum Teil aufgingen. Er hat es zwar geschafft, eine Familie "auszurotten", nämlich die Lintons, doch die Earnshaws hat er unbeabsichtigt zusammengeführt und ihnen sogar zu mehr Land verholfen (das der Lintons). Bemerkenswert war es auch, daß Nellys guter Einfluß in Haretons Kindheit offensichtlich positiv genug gewirkt hat, daß der "alte Sünder" ihn nicht völlig verderben konnte. Denn nur, weil doch ein bißchen Menschlichkeit noch ihn ihm war, konnte er ein Interesse daran zeigen, freundlich zu sein und sich weiterzubilden, seine eigenen Schwächen und Fehler zu erkennen.
Gleichzeitig hat Emily Brontë aber auch Heathcliff nicht völlig verurteilt, denn obgleich er gegen Ende schon fast wahnsinnig wirkte, schien er selbst sich erlöst zu fühlen, irgendwie befriedet.
Pappkarton hat geschrieben: Ja, die Sache mit dem Hund hätte Isabella eigentlich schon Abkehr bewegen müssen. Aber anscheinend war sie da echt noch Blindheit geschlagen.


Was Cathy an Linton findet, ist mir auch ein Rätsel. Sie spricht sogar bis zuletzt von Liebe, obwohl er wirklich nur ekelhaft zu ihr war. Zumindest ist es von ihrer Seite eine uneigennützige, man kann fast sagen mütterliche Liebe.


Heathcliff hat seinen Frieden gefunden, weil seine Wahnvorstellungen von Catherine mit dem Tod von C. aufgehoben haben und er den Geist von ihr nicht nur spüren, sondern endlich auch sehen kann. Und er weiß, er wird bald wieder bei ihr sein. Bronte gleitet hier ziemlich ins Übersinnliche rein.

Mit seiner Familie hat er allerdings keinen wirklichen Frieden gemacht. Die Rachepläne hat er einfach nur aufgegeben, weil sie ihn nicht mehr interessieren und nicht weil er keinen weiteren Schaden anrichten will.


Edgar war ja relativ lange krank, fast bettlägrig. Und er empfand ja Linton als recht patenten Kerl durch die Fakebriefe. Hätte also nix gegen eine Verbindung einzuwenden gehabt. Sein Wohl lag ihm irgendwo auch im Herzen. Er ahnte ja auch nicht, dass der gute Junge kurz vorm Tode stand und er seine Erbe gar nicht mehr hätte wahrnehmen können. Edgar dachte wohl einfach, das Paar lebt dann glücklich auf Trushcross Grange. Und seine geliebte Cathy weggeben? Da hätte sie glaub ich nicht mitgespielt. Die Liebe zu ihrem Vater ging ihr ja über alles. Ich weiß nicht ob die Pläne von Heathcliff schon früher wirklich durchschaut hat, für mich war er in dem Punkt einfach etwas naiv bzw. war mit sich selbst zu stark beschäftigt.
Pappkarton hat geschrieben:Zu der Klapsmühle:

In irgendeinem Band der Thursday-Next-Reihe von Jasper Fforde machen die Protagonisten von WH eine Gruppentherapie.
Leserle hat geschrieben: Was Cathys Beziehung zu Linton angeht, gebe ich Dir völlig Recht. Ich denke, sie ist selbst mit so viel Liebe aufgewachsen, daß es für sie ganz selbstverständlich ist, sich um ein hilfsbedürftiges Wesen zu kümmern, ungeachtet seiner Person. Ich denke auch, daß er damit in gewisser Weise einen kleinen Ersatz für ihren Vater darstellte, denn sonst gab es ja im Haus niemanden, dem sie ihre Liebe zuwenden konnte.

Ich finde auch, daß Bronte ziemlich oft ins Mystische abgleitet. Aber bei der Landschaft gehört das ja auch irgendwie dazu. *gg*
Ich habe auch nicht geschrieben, daß Heathcliff sich mit seiner Familie versöhnt hat. Er sagt ja selbst, daß er einfach keine Motivation mehr habe, nicht daß es ihm in irgendeiner Weise Leid täte.

Stimmt schon, daß Edgar und Cathy sich nur mit größter Mühe hätten trennen können. Dennoch wäre es ein logischer Schritt gewesen. Ich glaube, daß bei Edgar auch vordergründig die Angst darum, daß Cathy nach seinem nahenden Tode allein wäre, ihn dazu bewegt hat, Linton gegenüber weniger kritisch zu sein. Aber ich glaube eigentlich nicht, daß er wirklich so naiv war, daß er mit nichts schlimmen gerechnet hätte. Ich glaube, er wirkte, auch wegen seiner maßlosen Liebe zu Catherine, naiver als er wirklich war.

Das Buch/Film/wasauchimmer sagt mir überhaupt nichts...
Therapie wäre aber wirklich nicht verkehrt! :lol:
Pappkarton hat geschrieben:Das is eine Fantasyreihe, in der die englische Literatur hopps genommen wird. Frei nach dem Motto: Was tun eigentlich die Personen in einem Buch, wenn es gerade niemand liest? Die will ich unbedingt mal lesen.

Die Angst um die Einsamkeit seiner Tochter hat ihn sicherlich auch beschäftigt, aber von Edgars Sichtweise erfährt der Leser ja sowieso eher wenig. Selbst Nelly hat ja fast bis zum Schluss das wirkliche Ausmaß nicht erahnt und die hat ja noch viel mehr mitbekommen.
Nachtfalter hat geschrieben:boooh, dieser Hiiiithcliff is ja fiiiiiiiiies! *H. nicht mag*

wie er mit seinem eigen Fleisch und Blut umgeht... und wie er Cathy manipuliert durch Heuchelei...

uuuääää... schüttel...


äm, seite... 281 bin ich jetze...
Pappkarton hat geschrieben:dann biste noch nich weit genug :albino:
Nachtfalter hat geschrieben:immer noch nicht.
sollten wir positiv noch mal näher definieren?
Nachtfalter hat geschrieben:nur noch 10 Seiten bis finito.
mach ich heut abend noch platt.
Pappkarton hat geschrieben:da müsstest du doch das Happy End mitbekommen haben?
Kat hat geschrieben:Habt ihr denn auch das gleiche Buch gelesen?
Pappkarton hat geschrieben:*langsam Zweifel hab*
Nachtfalter hat geschrieben:ja, happy end schon,
aber H hat nix positives für mich...

aber dann kann ich endlich alles nachlesen was weiß zitiert ist...
Pappkarton hat geschrieben:hat ja auch niemand behauptet, dass H. positiv wird
Nachtfalter hat geschrieben:ah - hab dich falsch verstanden.
ich dachte dass der Kluggeist noch positiv wird...

jeppjepp, positives Ende scheints ja zu nehmen.
Aber... ach ne, erst zu Ende lesen, dann deinen 30x geänderten Post lesen.
Pappkarton hat geschrieben:Der Kluggeist ist doch Fatalist.
Nachtfalter hat geschrieben:und jetzt noch mal die Frage: wie kann man sein Kind Heath nennen???
Das kann doch nicht nach Heathcliff gemeint sein?!
Pappkarton hat geschrieben:Seine Schwester heißt Catherine, also eindeutig "Sturmhöhe".

Vielleicht haben Engländer, respektive Australier, eine andere Beziehung zu dem Buch?

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 15:59

Blunt, Giles: Gefrorene Seelen, Bd. 1 (JP, BL) Dezember 2010
Leserle hat geschrieben:Julia: Ich bin inzwischen etwa auf Seite 70. Konnte mich gestern und heute leider überhaupt nicht konzentrieren. Der Vorsprung dürfte also noch nicht allzu groß sein. *gg*
Bisher gefallen mir Stil und Handlung ganz gut, allerdings bin ich noch mit keiner der Personen warm geworden. Ich hoffe, das gibt sich noch.
Julia hat geschrieben:Leserle: na das klingt doch für den Anfang schon mal ganz gut!
Bin übrigens auf Seite 114, aber wie gesagt: werde bis Donnerstag, Freitag wohl nicht viel zum lesen kommen - aber wer weiß...

Der Stil gefällt mir auch gut, ist (für mich) einfach zu lesen und man kam auch recht schnell in die Handlung rein.
Die Personen (vor allem natürlich Detective Cardinal und seine Kollegin Delorme) sind mir auch noch nicht wirklich "ans Herz gewachsen" aber ich denk mal das kommt noch!
Ich finde vor allem die Rolle dieser Delorme noch seeehr undurchsichtig und hab ich das richtig verstanden dass dieser Cardinal verdächtigt wird gemeinsame Sache mir irgendwelchen Kriminellen zu machen?

Ich fand übrigens, das es so ab Seite 100 richtig spannend wird! *g*
Leserle hat geschrieben: :oops: *hüstel* Julia hat mich katastrophal überholt! Ich bin erst auf Seite 76.
Was genau Delorme gegen ihn ermittelt, ist mir auch noch nicht klar geworden. Scheint aber irgendetwas mit seiner Dienstzeit in Toronto zu tun zu haben?
Mit den Personen bin ich immer noch nicht warm geworden. Und ich muß mich leider bezüglich des Stils berichtigen. Er gefällt mir zwar, aber irgendwie ist das Buch oft nicht ganz einleuchtend geschrieben. Bei der Beerdigung des Mädchens wird plötzlich ein Reporter in eine Bank abgedrängt, ohne daß vorher erwähnt wurde, daß man sich in einer Kirche befindet. Das hätte mir einiges an Verwirrung erspart. Ich finde, daß viel weggelassen wird, was es einem erschwert, sich zurecht zu finden.
Hast Du kapiert, inwiefern Frankokanadier benachteiligt würden?
Julia hat geschrieben:Warst Du nicht Sonntag schon bei Seite 76? *frechgrins* Seit gestern hast Du bestimmt wieder ein paar Seiten gelesen!? ;-)
Zu dem Thema "Ermittlungen gegen Cardinal" darf ich jetzt noch nicht so viel sagen, ich glaub das stellt sich erst im Laufe des Buches raus... Kann aber sagen, dass mir das ganze immernoch nicht wirklich klar ist - auch jetzt auf Seite 210.
Ja, den Stil finde ich auch etwas gewöhnungsbedürftig - so ganz anders als die amerikanischen Krimis!
Ich blicke auch noch nicht ganz wo sich das Städtchen in dem die Geschichte spielt befindet, hab da grad etwas Probleme das ganze geographisch zuzuordnen. Angeblich liegt es 300 Meilen nördlich von Toronto muss aber zugeben dass ich grad nicht mehr weiß wo Toronto liegt.
Werde mir das mal auf einer Landkarte anschauen.
Warum Frankokanadier benachteiligt werden? Keine Ahnung? Vielleicht sind das für die Anglokanadier die "Ostfriesen" Kanadas? :-)
Leserle hat geschrieben:Leute, ehrlich! Ihr seid kein guter Umgang für meine Julia! Früher war sie so nett und freundlich und jetzt? Wird sie frech! Unglaublich! *tobe*
*hüstel* Ich bin erst auf Seite 100 etwa. Allerdings habe ich jetzt einigermaßen begriffen, worum es bei der Ermittlung gegen Cardinal geht. Es wird gegen ihn ermittelt, weil er bei den Razzien dabei war, die schief gelaufen sind, und vermutet wird, daß er sich hat schmieren lassen, um diesen Typen zu warnen. Aber es ist unwahrscheinlich, daß sich dabei etwas gegen ihn ergeben wird. 1. ist das der erste Band und 2. ist er irgendwie nicht der Typ dafür, finde ich (kann ich mich natürlich täuschen...)
Was mich langsam echt nervt ist, daß ständig hin und her gesprungen wird; sowohl von Gedanken und Erinnerungen wieder in die Gegenwart als auch in irgendwelche Büros oder so. Bei diesen ständigen Sprüngen komme ich irgendwie nicht so ganz mit...
Kat hat geschrieben:Julia wird nicht frech, sie hat doch recht...
Leserle hat geschrieben:Kat, Liebes, möchtest Du noch eine Schneeladung abbekommen? :angel10:
Julia hat geschrieben:Hoffe es liegt nicht am Buch an sich, dass Du Dich momentan nicht auf's lesen konzentrieren kannst? Die nächsten Tage wirst Du wahrscheinlich auch wenig Zeit zum lesen haben und am Wochenende kommst Du ja gar nicht ins Internet?
Auf das Thema mit den Ermittlungen gegen Detective Cardinal wird später im Buch noch genauer eingegangen, da wurde mir jetzt einiges klarer.
Finde es allerdings seeehr gewöhnungsbedürftig dass eine Ermittlerin (Delorme) gleichzeitig in der Mordsache ermittelt und gegen ihren Kollegen. So richtig anfreunden kann ich mich damit noch nicht.
Was die Sache mit den Gedankensprüngen und den verschiedenen Büros betrifft: das wird meiner Meinung nach ab der Mitte des Buches besser.
Leserle hat geschrieben:Hallo freche Julia! *gg*
Ich sollte mir echt abgewöhnen, hier eine Meinung von mir zu geben. Denn kaum habe ich das getan und lese danach im Buch weiter, stellt sich heraus, daß ich Blödsinn geschrieben habe! *seufz*
Ich nehme hiermit zurück, daß ich glaube, daß die Ermittlungen gegen Cardinal etwas mit Toronto zu tun haben. Ich bin mir aber immer noch nicht sicher. Offensichtlich hat er doch was angestellt...
Ich bin jetzt etwa auf Seite 230 und muß sagen, daß ich finde, daß es erst ab Seite 150 deutlich spannender und lebhafter wurde.
Ich werde schauen, daß ich wenigstens einmal am Tag kurz ins Netz komme, dann können wir uns wenigstens über unsere Lesefortschritte auf dem Laufenden halten, falls Du dazu kommst. *gg*
Lesen wir dann demnächst den zweiten Band?
Julia hat geschrieben:Seite 230? Na das ist doch mal ein Wort, damit lässt sich leben! *sfg*
Hatte heute überraschenderweise viel Zeit zu lesen und bin jetzt auf Seite 348.
Also ich fands ab dem Zeitpunkt spannend als Cardinal in das verlassene Haus rein ist und den toten Jungen gefunden hat.
Was das Thema Ermittlungen gegen Cardinal betrifft: meiner Meinung nach gehts dabei wirklich nicht um Toronto. Aber lass Dich überraschen, da kommt noch eine spannende Wende.

Was sagst Du denn zu der Sache mit Edie und Eric? Hat mich überrascht, dass plötzlich aus der Perspektive der Mörder berichtet wurde, das hatte ich mal gar nicht erwartet! Fand ich anfangs etwas enttäuschend, mag es eigentlich lieber wenn nicht schon so früh klar ist wer der Mörder ist. Aber mittlerweile gefällts mir ganz gut.

Klar werde ich dazu kommen mich über die Feiertage ab und zu ins Internet einzuloggen. Aber evtl bist Du ja sogar schon bis zum Wochenende fertig?

Aber klar lesen wir dann bald den nächsten Band zusammen, freue mich schon! Bin jederzeit dazu bereit! :-)
Leserle hat geschrieben:Hi Julia!
Du wirst echt immer frecher! Gibt es denn sowas! *grummel*
Stimmt schon, ab dem Zeitpunkt, als Cardinal ins Haus rein ist, wurde es spannender.
Ich war von Edie und Eric auch nicht so begeistert, aber sie machen es wirklich viel lebendiger. Und jetzt bin ich auch endlich drin. *gg*
Ich befürchte, daß ich wohl nicht bis zum Wochenende fertig werde... Doofes Weihnachten... *motz*

Ich würde gerne keine anderen Thriller lesen, sondern erst mal die 4 Blunt-Bände. Wäre Dir das recht?
Julia hat geschrieben: Finde die Charaktere der beiden "Bösewichter" mittlerweile sogar recht spannend, allerdings werden mir die beiden immer mehr zuwider. Normalerweise passiert's mir nicht oft bei Krimis/Thrillern dass ich eine richtige Wut auf den/die Mörder krieg aber hier ist das der Fall. Die sind beide dermaßen widerlich, oder? :x

Ich hoffe ja immer noch dass der "Gefangene" (Keith) überlebt bzw irgendwie in letzter Minute gerettet wird!

Bin jetzt auf Seite 400... hab gestern Abend noch ne Stunde gelesen. Wollt eigentlich nur ein paar Seiten weiter kommen aber dann wurde es so spannend... :oops:
Echt, Du willst alle vier Bände nacheinander lesen? Hätte ich jetzt nicht gedacht, aber ich bin auf jeden Fall dabei! *freu* Denke mal Du wirst als nächstes aber ein anderes Buch (hier aus dem Thread) lesen und erst irgendwann im Januar "Blutiges Eis"?
Leserle hat geschrieben:Ich bin auf Seite 378. Du bist ja schon fertig... *gg*
Hmmm... Also ich finde, ehrlich gesagt, Edie und Eric ein wenig 0815. Er wurde sexuelle mißbraucht und lebte im Heim, sie wurde noch nie von irgendjemandem beachtet. Irgendwie klischeehaft. Im Moment warte ich aber darauf, daß sie sich gegeneinander wenden.

Dabei fällt mir ein, daß ich mit Toronto und Cardinal doch recht hatte! Ich hätte nie an mir zweifeln dürfen! Allerdings hätte ich nicht Dyson, sondern MeLeod verdächtigt, auch wenn das sehr offensichtlich gewesen wäre und allein darum ja auch gar nicht sein konnte. Naja. Ich bin aber schon erleichtert, auch wenn es nicht weiter überraschend bei einer Serie ist, daß Cardinal nicht diesem Idioten geholfen und auch keine Drogen verkauft hat.

Noch eine kleine Nebenbemerkung... Ich finde die Nebenfiguren fast sympathischer als die beiden Hauptfiguren. Nicht, daß sie mir unsympathisch wären, aber sie stehen mir doch irgendwie nicht nahe.
Der Tontechniker hingegen war ja wirklich klasse und die beiden Vögel von der Spurensicherung in ihrem Klebstoffrausch fand ich auch prima! *gg*

Was nun das weitere Lesen angeht... Aus dem Thread hier wird das nächste für mich voraussichtlich der 2. Blunt mit Dir sein. Kat muß erst die erste Eddings-Serie lesen, bevor wir zusammen lesen können, Bylle und Pappnase lesen "Der Name der Rose", das heißt also, ich habe noch massig Zeit! *gg*
Kurz: Ich habe mir von Terry Pratchett die Nomen-Trilogie mitgenommen und könnte danach im Notfall noch etwas einschieben, aber danach würde ich gerne mit dem nächsten Blunt weitermachen!
Julia hat geschrieben:So richtig sympathisch sind mir die beiden Hauptfiguren auch nicht geworden. Vor allem diese Detective Delorme ist mir noch etwas "fremd" aber vielleicht wird das ja beim zweiten Band besser!
Eric wurde sexuell missbraucht, echt? Das ist anscheinend total an mir vorbeigegangen! Oder werd ich jetzt senil... *kopfkratz*

Also ich bin seit gestern mit dem Blunt fertig, würde aber zwischendurch gern was anderes als nen Thriller lesen. Hab gestern auch schon einen historischen Roman angefangen ("Die Kastellanin" von Iny Lorentz). Ist allerdings nicht grad ein dünnes Buch, denke mal bis Mitte nächster Woche werd ich schon noch dran lesen. Ist das ok?
Die Nomen Trilogie ist ja auch so 400 Seiten dick, denke bzw hoffe dass Du die nicht bis Ende der Woche verschlungen hast. *g*
Leserle hat geschrieben:Sooo, ich bin heute auch mit Blunt fertig geworden. Ich fand ihn dann doch zum Ende hin ziemlich gut, ich brauchte nur eine Weile, um rein zu kommen. Ich glaube aber, daß es beim 2. Band deutlich schneller gehen wird.

Daß Eric sexuell mißbraucht wurde, wurde kurz in Bezug auf Edie erwähnt, weil die beiden ja nichts miteinander hatten.
Julia hat geschrieben:Ja, den Schluss fand ich auch ziemlich "fesselnd", fands nur irgendwie blöd dass beide Mörder getötet wurden. Dachte, dass wenigstens diese sich vor Gericht verantworten muss aber wahrscheinlich hätte sie dann keine lebenslange Strafe bekommen weil sie ja bei einigen der Mordern nur "mitgeholfen" hat.
Leserle hat geschrieben:Ich muß ehrlich gestehen, daß das Ende bei Blunt doch so effizienter war. Man denke nur an die Steuerersparnis! *gg*
Zuletzt geändert von Buecherleserle am 15. Feb 2013, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 16:09

Blunt, Giles: Blutiges Eis, Bd. 2 (JP, BL) Dezember 2010 / Januar 2011
Julia hat geschrieben:Dann fang ich jetzt mit "Blutiges Eis" an, das Buch kommt mir richtig dünn vor nach dem "Historien-Schinken". :D
Können es ja so machen, dass wir "Blutiges Eis" jetzt zusammen lesen und Du danach die weiteren Bände vom Pratchett liest? Nach dem Blunt plane ich ja wieder einen "Nicht-Krimi/Thriller" zu lesen.
Leserle hat geschrieben:Sodele. Ich habe heute doch noch die Nomen-Trilogie fertig gelesen und dann etwa 35 Seiten im zweiten Blunt.
Ich muß ehrlich sagen, daß mir der zweite bisher auf Anhieb besser gefällt als der erste Band. Irgendwie lockerer geschrieben und viel trockener Humor. Ich freue mich schon drauf! *gg*
Einzig ärgerlich ist, daß die Übersetzer des Deutschen anscheinend nicht mächtig genug sind, um diese Anfängerfehler wie "Glasvitrine" zu meiden. Da dreht sich mir jedesmal der Magen um. *seufz*
Julia hat geschrieben:Jippie! Dann kanns ja los gehen mit dem blutigen Eis! :bounce:

Hast recht, beim zweiten Band bin ich auch gleich viel besser rein gekommen und hatte nicht solche Probleme mit den diversen Namen. Allerdings muss ich sagen, dass das Namen-Wirrwarr dafür jetzt in der Mitte des Buches anfängt, zumindest hab ich da grad so meine Probleme...
Ich finde: das Buch ist irgendwie anders geschrieben als das erste, oder? Irgendwie schneller, kürzere Sätze und mit mehr Humor.
Leserle hat geschrieben:*freu*
Ja, da kann ich nur zustimmen! Ich habe dann aus Neugier mal nachgeschaut, ob es der gleiche Übersetzer ist, ist es aber nicht. Meine vier Bände sind von 3 1/2 verschiedenen Übersetzern übersetzt worden. 3 1/2, weil die Übersetzerin von Band 2 in einem anderen Band zusammen mit ihrem Mann übersetzt hat.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob das jetzt am Übersetzer liegt oder ob Blunt einfach "besser" schreibt. Wird sich ja noch herausstellen. Allerdings finde ich es befremdlich, daß man nicht bei einem Übersetzer pro Autor bleibt.

Du bist wohl schon wieder ziemlich weit? :?
Julia hat geschrieben:Bin auf Seite 276... :oops: Wie gesagt, hab momentan eine extreme Lesephase, weiß nicht wann ich zuletzt so oft und lang gelesen hab. Muss also nix heißen, kann auch ganz schnell wieder vorbei sein mit der Phase... ;-)

Was für eine Ausgabe von dem Buch hast DU denn? Auch das Taschenbuch von Knaur mit dem Foto von dem "blutigen" Boot auf der Vorderseite?

Find, das Buch ist angenehm groß geschrieben und überhaupt recht kurz...
Leserle hat geschrieben:Ich finde die Schriftgröße eigentlich durchschnittlich. Meine Ausgabe hat 395 Seiten und ist damit schon kürzer als der erste Band. Ist von Knaur, allerdings in Blau mit einem grauen Streifen am unteren Rand. Auf dem Cover ist ein Boot abgebildet.
ISBN: 9783426500842
Julia hat geschrieben:freut mich wirklich, dass Dir das Buch so gut gefällt! Ich find wie gesagt, dass es sich sehr vom ersten Band unterscheidet. Gut ist, dass man gleich einen viel leichteren Zugang zu den Charakteren hat, vor allem Detective Cardinal ist mir jetzt schon viel sympathischer. Mich hat auch gefreut, dass Cardinal's Frau ja wieder einigermaßen gesund geworden ist.

Was mich aber diesmal verwirrt sind die vielen Namen bzw "Geheimorganisationen"... CIA, FBI, CSIS... da schwirrt einem manchmal echt der Kopf. Dazu noch die ganzen italienischen Namen dieser Mafia Typen...

Findest Du das nicht verwirrend?
Leserle hat geschrieben:Ich bin heute fertig geworden und fand es auf jeden Fall besser als den letzten, auch wenn ich kein großer Fan von politischen Krimis war und das jetzt schon ziemlich politisch war. Allerdings ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker! *gg*

Die Namen haben mich eigentlich erst auf den letzten 100 Seiten etwas verwirrt, aber die wichtigsten konnte ich mir merken.
Dieses Mal war auch mein Radar wieder einigermaßen in Ordnung, weil ich schon etwa ab der Hälfte den richtigen Verdacht hatte. Fand es aber trotzdem sehr spannend, vor allem, weil ich ja in letzter Zeit doch hin und wieder danebengetipt hatte. *hüstel*

Delorme und Cardinal sind mir inzwischen auch richtig sympathisch. Auch am Schluß als bei Cardinals ein Notlager eingerichtet wurde und das so harmonisch und nett beschrieben war, fand ich klasse, ebenso die "Übernachtung".
Was mich etwas genervt hat, war, daß Kelly auf Cardinal sauer ist. Immerhin hätte sie ohne ihn überhaupt nicht nach Yale gehen können. Deutet für mich auf eine verzogene Göre hin, muß ich gestehen.
Gut fand ich auch, daß er seinen Schatten los wurde. Wenn er nicht zu Wudky so nett gewesen wäre, dann wäre das nicht der Fall gewesen. Fand ich schon gut, sonst hätte das über den nächsten Romanen wie ein Schatten gehangen.

Was nun den Mörder angeht... Am Schluß dachte ich ja tatsächlich: O nein, der stirbt auch wieder. Hat mich dann doch (leider etwas negativ) überrascht, wie es dann bei ihm ausging.

Und nun ein bißchen Lästern: Steht bei Dir hinten auf dem Buch auch so ein doofer Spruch? Bei mir steht: "Wem bei diesem Krimi nicht das Blut in den Adern gefriert, hat ein Herz aus Stein." (Schweizer Zeitung)
?????????????????? Ok, ich habe ein Herz aus Stein...
Ich finde diese Sprüche einfach nur bescheuert!
Julia hat geschrieben:Das ging jetzt aber schnell, dass Du mit dem Blutigen Eis fertig geworden bist! Das meine ich jetzt ganz "unironisch". :lol:

Also ich fand den ersten Blunt definitiv besser als den zweiten, da sieht man mal wie unterschiedlich unsere Geschmäcker sind. ;-)
Stimmt aber, dass einem die Charaktere gleich viel sympathischer geworden sind - vor allem Cardinal und seine Familie.
Darauf, wer der Mörder ist bin ich diesmal überhaupt nicht gekommen - hab aber ehrlich gesagt auch nicht groß drüber nachgegrübelt beim lesen.
Ich dacht auch der Mörder zieht sich diesmal schon wieder damit aus der Affäre indem er einfach "wegstirbt" aber dass er dann ins Ausland verschwindet und fast ungeschoren davon kommt - das hätt ich nicht erwartet. Fand ich etwas unbefriedigend den Schluss...

Im großen und ganzen wars ein guter Krimi (wenn auch mit etwas viel Politik und Geschichte) aber mit einem Thriller hat das Buch meiner Meinung nach überhaupt NIX zu tun!
Über den Spruch auf der Rückseite des Buches hab ich mich auch schon geärgert. hab schon überlegt ob der sich vielleicht auf einen anderen Band aus der Reihe bezieht denn bei diesem Buch ist mein Blut kein bisschen gefroren!
Und dass ich ein Herz aus Stein hab glaub ich mal gar nicht! ;-)

Wie machen wir denn jetzt weiter? Liest Du ein Buch zwischendurch und danach gleich den nächsten Blunt, oder wollen wir uns noch etwas Zeit lassen mit dem Roten Mond?
Hab gestern mit einem Psychothriller angefangen und werd wohl bis Anfang nächster Woche damit fertig!
Leserle hat geschrieben:Ich bin mir nicht sicher, ob wir, was die Bewertung der Bände angeht, wirklich unterschiedlicher Meinung sind. Inhaltlich fand ich den ersten auch bedeutend besser als den zweiten. Vom Stil her fand ich allerdings den zweiten besser. Meine Beurteilung hat sich in meinem Fall auf den Stil und die Lebendigkeit der Personen bezogen.
Allerdings hoffe ich sehr, daß der 3. Band vom Thema her wieder spannender ist!

Ich stimme Dir auch zu, daß der zweite Band ein Krimi war, während ich den ersten als Thriller bezeichnen würde.
Julia hat geschrieben:stimmt, was den Schreibstil angeht hat Blunt sich meiner Meinung nach beim zweiten Band auch stark verbessert. Hoffen wir mal dass er jetzt bei dem Stil bleibt und es bei Band drei und vier so weiter geht!

Denke aber schon, dass der Kalte Mond wieder eher in richtung Thriller geht - zumindest wenn man sich den Klappentext so durchliest. Auf jeden Fall hat der Kalte Mond bei Amazon die besten Kritiken von allen vier Bänden aus der Cardinal Reihe, normalerweise dürfte das nur gutes bedeuten! :)
Leserle hat geschrieben: Nach Deiner Bemerkung zum 3. Band bin ich erst recht gespannt und das dient mir auch als Anreiz, schnellstmöglich mit dem jetzigen Buch fertig zu werden! *gg*

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 16:35

Blunt, Giles: Kalter Mond, Bd. 3 (JP, BL) Januar 2011
Leserle hat geschrieben:Ich bin inzwischen etwa auf Seite 50. Scheint aber auch wieder eher ein Krimi zu sein. (Womit ich nichts sagen möchte.) :wink:
Julia hat geschrieben:Hm, also ich find das Buch hat diesmal eindeutig was von einem Thriller. Die Geschichte mit der jungen Frau die ihr Gedächtnis verloren hat...
Der Schreibstil gefällt mir bei diesem Buch wieder richtig gut, eigentlich noch besser als beim zweiten Band. Und die zwei Detectives sind mir jetzt schon fast ein bisschen vertraut. :D
Vor allem die "Cardinal Familiengeschichte" verspricht interessant zu werden! *freu*
Leserle hat geschrieben:Ich bin inzwischen etwa auf Seite 175 und ich finde es laaaaaaaaaaaaaangweilig... Von wegen bestes Buch der Reihe... *seufzgähn*
Julia hat geschrieben:ich weiß, ich weiß bin auch grad schwer am kämpfen damit ich das Buch endlich fertig bringe. :oops:
Ist jetzt nicht so, dass ich mich total langweile aber so richtig fesselnd find ich die Story nicht und was mich am meisten stört:
jetzt weiß man ja schon wieder wer der/die Mörder ist/sind! :x
Das ist ja genauso wie im ersten Band! *gähn*

Außerdem fand ich's so um Seite 180-190 rum stellenweise eklig brutal, meiner Meinung nach völlig unnötig.
Die Geschichte mit dem Pseudo-Indianer und seiner Gang gefällt mir gar nicht.
am besten gefällt mir da momentan noch die Story mit Cardinal und seiner Frau die ja wieder "rückfällig" zu werden scheint.
Im großen und ganzen hab ich grad nicht mehr so richtig Lust auf Band 4 - aber wir halten durch, oder? :D
Leserle hat geschrieben:Ja, wir halten durch! *uns Mut mache*
Dieser Indianer und die Drogen-Gang finde ich, um ehrlich zu sein, total langweilig. Hätten sie ja mal auf dem Cover abdrucken können, daß es sich um einen Drogen-Krimi handelt... :roll:
Ich bin allerdings noch nicht so weit, um zu wissen, wer der Mörder ist, wenn ich natürlich auch meine Vermutungen habe...
Was Cardinals Frau angeht: Wenn ich einen Thriller lese, dann will ich einen Thriller lesen. Dabei sollten solche Sachen wie Familie nicht im Vordergrund stehen. Von mir aus darf es dabei auch ruhig blutig zugehen. Sonst könnte ich auch einen Krimi lesen.
Ich sehe schon, die Bände landen bei mir im Tauschregal... *seufz*
Julia hat geschrieben:Drogengeschichten/Drogenkrimis sind eh überhaupt nicht mein Ding!
Auf dem Einband steht hinten ja nur was von einer "gefürchteten Gang", nix von Drogendealern o.ä.
Was ich auch total seltsam find: die Beschreibungen wie dieser Kevin irgendwelchen imaginärem Talkshowmastern Interviews gibt.
Dass diese Terri allerdings die Schwester von Kevin ist, da bin ich nicht drauf gekommen!

Behalten muss ich die Bücher auch nicht unbedingt, bin nur nicht sicher ob man die noch los bekommt! :wink:
Glaub das könnte hier schwierig werden nachdem alle vier Bände teilweise sogar mehr als ein mal drin stehen...
Leserle hat geschrieben:Och doch... Irgendwo kriegt man die schon los. Man braucht eben Geduld! *gg*

Naja, daß Terri Red ist, mußte ja fast so sein. Immerhin hat Blunt sie ja eingeführt und daß Kevin schon lange nichts mehr von ihr gehört hat. Da mußte einfach ein Zusammenhang bestehen.

Bei Gang hatte ich eher auf irgendwelche abgedrehten Ritual-Brüder getippt. Naja, abgedreht sind sie ja. Kevins Interview-Tagträume finde ich auch langweilig. Allerdings wird dabei einiges an Info zu Red Bear und ihren Drogengeschäften gegeben, finde ich. Hätte man aber auch weniger langweilig schreiben können... *seufz*
Julia hat geschrieben:Zum Thema Red Bear: sag mir bescheid wenn Du so bei Seite 200-220 bist. Hab da nicht so ganz durchgeblickt und hoffe dass Du mich da "aufklären" kannst! :wink:
Leserle hat geschrieben:Ok! Ich hoffe, daß ich es heute noch schaffe, auch wenn sich die Motivation gerade in Grenzen hält... :roll: :wink:
Julia hat geschrieben:Ganz schön ehrgeiziges Ziel, heute noch fertig zu werden... :D
Ich werd bestimmt nicht vor morgen Abend fertig, morgen ist ja Feiertag da hab ich genug Zeit zum lesen...
Leserle hat geschrieben::shock: Doch nicht fertig zu werden! *gg*
Sondern bis zu Seite 200-220 zu kommen! :lol:
Juali hat geschrieben:Ahso! Und ich dacht schon... das hätte mich jetzt etwas gestresst! :lol:
Leserle hat geschrieben:Ach, liebe Julia, ich würde Dich doch niemalsnicht stressen wollen! *gg*
Ich denke, ein/zwei Tage brauche ich noch. Hoffentlich ist das nächste Buch wieder besser, sonst beginnt dieses Jahr glatt nur mit Fehlschlägen... :?
Julia hat geschrieben:was steht denn bei Dir als "Zwischenmahlzeit" auf der Liste?
Ich werd nach dem kalten Mond erst mal einen Nicht-Krimi/Thriller lesen und dann gehts auf in die nächste und vorerst letzte Blunt-Runde. *ggg*
Leserle hat geschrieben:Wenn ich das jetzt richtig sehe, bist Du also fertig. Aber behaupten, ich würde Streß machen. Unglaublich!
Also, ich bin auch fertig und habe mir jetzt von Jeff Somers "Der elektronische Mönch" (SF-Thriller) bereitgelegt. Hoffe, der wird spannender.

Wobei ich sagen muß, daß "Kalter Mond" dann doch ab der Hälfte etwa deutlich spannender wurde. Dennoch hätte man da locker 100 langweilige Seiten rauskürzen können, finde ich.

Was war jetzt eigentlich der Hänger bei Seite 200 bis 220? Mir ist nichts aufgefallen.

Vielleicht sollten wir für das nächste Buch eine Wette abschließen: Wir der/die Mörder am Schluß getötet, ja oder nein? *gg* Hätte man sich ja fast denken können.
Julia hat geschrieben:Ja, bin seit gestern Mittag auch fertig. Muss sagen, dass ich bei dem Buch einige Seiten eher "überflogen" hab weil ich manche Beschreibungen einfach unspannend oder zu eklig fand. Die Seiten 200-220 z.B. wo es darum ging wie dieser irre Pseudo-Indianer diese Voodo-Sache von seinem "Onkel" gelernt hat.
Die letzten 50 Seiten fand ich dann auch noch ganz interessant weil ich gespannt war ob der Mörder dieses mal wieder stirbt und ob die Geschwister Terri und Kevin überleben.
Ansonsten würde ich dem Buch aber nur eine Note 3-4 geben.
Leserle hat geschrieben:Um noch mal auf die Seiten 200-220 zu sprechen zu kommen: Da hat sich jetzt alles geklärt, oder?
Was die Note angeht... Ich tue mich immer schwer, ein Buch zu benoten. Aber es war auf jeden Fall kein Best-Off-Krimi... Meckerst Du jetzt bei Amazon, weil die Rezensionen irreführend waren? :lol:

Bin ja mal gespannt, wie der 4. Band wird... *mir schwant übles*

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Re: Bücherlästern (zum 3.)

Beitrag von Buecherleserle » 15. Feb 2013, 16:44

Blunt, Giles: Eisiges Herz, Bd. 4 (JP, BL) Januar 2011
Julia hat geschrieben:Um ganz ehrlich zu sein ist meine Motivation grad nicht so groß aber wird schon werden, will die Blunt Reihe ja auch komplett schaffen. :occasion5:
Leserle hat geschrieben:Danke! Dann fange ich heute an. Meine Motivation hält sich allerdings auch in Grenzen. Habe vorgestern den Klappentext gelesen... *seufz*
Aber dann haben wir es hinter uns! *gg*
Julia hat geschrieben:Bin ja mit meinem Krimi durch und hab mit dem Eisigen Herz begonnen (aber erst 50 Seiten gelesen).
Bis jetzt alles wieder sehr "familiengeschichtenlastig", oder?

Auf dem Cover hinten steht "Wer dranbleiben will, braucht Nerven wie Drahtseile" - wollen wir doch mal sehen ob das wieder nur so ein leeres Versprechen ist! :roll:
Ach ja und auf meinem Buch klebt vorn ein grellgelber Aufkleber "Hochspannung"! Bei Dir auch?
Leserle hat geschrieben:Ja, bei mir klebt auch dieser Aufkleber drauf. Aber ich muß sagen, daß ich es gut zu lesen und auch spannend finde.
Wie gesagt, wenn es bei dem Fall um einen familiären geht, sieht die Sache für mich anders aus, da stören mich die Familienangelegenheiten dann nicht. Nur, wenn sie zu sehr vom eigentlichen Fall ablenken und nur Seiten schinden wollen.

Bei dem jetzigen Buchinhalt muß ich allerdings sagen, daß Blunt sich wirklich schwere Kost ausgesucht hat. Das wird wohl eine erhebliche Bastelei werden. Aber, wir werden sehen! :wink:
Juia hat geschrieben: Das liest sich so als ob Du schon ein ganzes Stück weiter bist als ich... wie gesagt über Seite 50 bin ich nicht hinaus gekommen. Aber da jetzt eh nur Mist im Fernsehen läuft werd ich mich vielleicht noch mal hinsetzen und lesen...

Schwere Kost? Wie meinst Du das? Wegen dem Thema Selbstmord? :?:
Leserle hat geschrieben:Ich bin inzwischen auf Seite 188.
Mit "schwere Kost" meinte ich sowohl den Selbstmord als auch das andere, das Du ja jetzt schon weißt.

Ich finde, er liest sich ganz gut. Bin gespannt, ob Blunt die Geschichte ordentlich auflösen kann. Dann könnte das Buch besser sein als das hochgelobte 3. Buch.
Julia hat geschrieben:Bin jetzt auf Seite 235, denke mal Du bist auch noch ein Stückchen weiter gekommen gestern so dass ich jetzt schon sagen darf: die Geschichte mit dem Psychiather ist doch mal wieder typisch Blunt, oder?
Ansonsten find ich das Buch aber bis jetzt auch sehr gut. Gefällt mir von allen vier Bänden am besten; das könnte aber auch daran liegen dass es nicht so "blutig" ist wie die anderen Bände was meinen momentan etw. schwachen Nerven ganz gut tut! :oops:
Leserle hat geschrieben:Ich bin auf Seite 225. Was meinst Du damit, daß die Geschichte mit dem Psychiater typisch für Blunt sei?
Im Moment gefällt es mir auch noch am besten. Hat noch nicht so viele Tiefen drin wie die anderen, die meiner Ansicht nach nicht besonders blutig waren. *mich auf den 4. Bd. McFadyen freue*
Julia hat geschrieben:Es ist vollbracht! :cheers:

Bin durch mit dem (vorerst) letzten Band der Reihe und ich muss sagen: das eisige Herz hat mir richtig gut gefallen!

Hier mein persönliches Ranking: :wink:
1. Eisiges Herz
2. Gefrorene Seelen
3. Blutiges Eis
4. Kalter Mond

Wie sieht es bei Dir aus, liebes Leserle?
Leserle hat geschrieben:Du hast die Wette gewonnen! *gg*
Ja, ich fand auch, daß es insgesamt das beste Buch war. Besonders vom Stil und der Intensität. Ansonsten kann ich aber keine Rangliste erstellen.
Julia hat geschrieben:Stimmt ja, die Wette! :lol: Blöd nur dass wir vergessen haben auszumachen um was wir wetten, oder ich habs vergessen. Was auf's gleiche raus kommt. :wink:
Und mit meiner Vermutung dass der Psychiater im Fall von Catherine wirklich nachgeholfen hat (und sie nicht nur psychisch in den Selbstmord getrieben hat) hatte ich ja auch recht. *g*
Aber ich hör ja schon auf mit dem "selbstbeweihräuchern". :)
Leserle hat geschrieben:Was die Wette angeht. Wir haben um nichts gewettet. Denn ich verliere Wetten meistens und mit 90 % Wahrscheinlichkeit, wenn ich um etwas wette. *seufz*
Was den Psychiater angeht, war ich mir ja nicht so sicher. Ich meinte nur, daß ich wegen der "Nervosität" des Psychiaters nicht unbedingt darauf geschlossen hätte zu Beginn des Buches.

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